Perspektiven für Alleinerziehende 

12.07.2010
Bündnis für Familie Heidelberg gibt Alleinerziehenden eine Stimme im Landesfamilienrat Baden-Württemberg. 
 
Die Heidelberger Dienste gGmbH hat vor einigen Tagen ihre Ergebnisse zum Modellprojekt „Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Alleinerziehende“ in Berlin vorgestellt. In Heidelberg wurde eines der bundesweit 12 Pilotprojekte umgesetzt, die vom Bundesfamilienministerium gefördert wurden. Im Rahmen des einjährigen Modellprojekts hat die Heidelberger Dienste gGmbH im Rahmen des Bündnis für Familie Heidelberg Akteure vernetzt und Lösungen zur Integration Alleinerziehender in den Arbeitsmarkt entwickelt. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Modellprojekts geht es nun auch auf Landesebene weiter: Die Koordinationsstelle des Bündnisses vertritt seit Juni 2010 die Interessen von Alleinerziehenden im Landesfamilienrat Baden-Württemberg.

„In jedem dritten Haushalt in Heidelberg wachsen Kinder mit nur einem Elternteil auf“, sagt Aline Moser, Koordinatorin des ‚Bündnis für Familie Heidelberg’. „Wie erfolgreich sie Job und Alltag meistern können, hängt stark von bedarfsgerechten Strukturen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ab.“ Das Heidelberger Netzwerk für Alleinerziehende hat für sie ein Netzwerk aufgebaut, das auf drei zentralen Säulen aufbaut: Vernetzung, Transparenz sowie Angeboten und Infrastruktur.

„Im Rahmen unserer täglichen Arbeit stellen wir immer wieder die Vorteile einer Verzahnung der Angebote lokaler Akteure mit der bestehenden Infrastruktur fest. Bei uns in Heidelberg geschieht das beispielsweise durch Arbeitsgruppen im Bündnis für Familie Heidelberg, deren Akteure in ihrer Arbeit viel mit Alleinerziehenden zu tun haben und ihre Ideen und Anregungen ins Netzwerk tragen“, so Susanne Bock, die für das Modellprojekt in Heidelberg verantwortlich war. Durch einen intensiven Austausch zwischen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, den Jobcentern und Akteuren des Bündnisses und vor allem den Lösungen wie Ausbildung in Teilzeit die Jobchancen für Alleinerziehende verbessert. 

Zudem wurde im Rahmen des Projekts der Flyer „Alleinerziehend in Heidelberg. Adressen und Kontakte“ erstellt. Der Flyer bündelt bestehende Angebote für Alleinerziehende und erspart dadurch Eltern die lange Suche. Auch die Internetseite des Lokalen Bündnisses richtet sich in einer eigenen Rubrik gezielt an Ein-Eltern-Familien. Der Flyer ist bei öffentlichen Stellen und sozialen Institutionen sowie unter www.familie-heidelberg.de erhältlich. Darüber hinaus hat das Netzwerk sein Beratungs- und Veranstaltungsangebot im Hinblick auf Alleinerziehende erweitert. Angebote für Alleinerziehende rund um das Thema „Leben und Arbeiten mit Kind“ sollen den Einstieg oder Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern und neue Perspektiven aufzeigen und sind für Herbst 2010 geplant.

„Diese Aktionen konnten wir nur auf die Beine stellen, weil Akteure aus sozialen Institutionen und Organisation, wie Diakonie, Caritas, Pro Familia, Kinderschutzbund und den beiden großen Kirchen, städtische Ämter, Jobcenter und Agentur für Arbeit Heidelberg, aber auch wichtige Arbeitgeber, wie zum Beispiel das Universitätsklinikum und die Breer Gebäudereinigung bei diesem Projekt zur Unterstützung Alleinerziehender in Heidelberg eng zusammengearbeitet haben. Hier zeigt sich der Vorteil des Netzwerkgedankens besonders gut!“, sagt Aline Moser vom Bündnis für Familie Heidelberg.

Lösungen auf Landesebene – der Landesfamilienrat Baden-Württemberg

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Modellprojekts wird die Heidelberger Dienste gGmbH als Koordinationsstelle des Lokalen Bündnisses für Familie zukünftig auch die Arbeitsgemeinschaft Netzwerk Familie Baden-Württemberg in der Arbeitsgruppe 'Alleinerziehend' im Landesfamilienrat Baden-Württemberg vertreten. „Diese Aufgabe ist auch eine Auszeichnung unserer Arbeit im Rahmen des Modellprojekts“, sagt Aline Moser. Die Arbeitsgemeinschaft Netzwerk Familie Baden-Württemberg ist ein Zusammenschluss der Lokalen Bündnisse für Familie auf Landesebene. Der Landesfamilienrat Baden-Württemberg stellt einen Zusammenschluss von Verbänden und Organisationen dar, die landesweit in der Arbeit für und mit Familien engagiert sind. Er versteht sich als unabhängiger und weltanschaulich neutraler Anwalt und Partner für die Interessen von Familien und beteiligt sich aktiv an der Meinungsbildung politischer Entscheidungsträger. Dabei ist es eines der Ziele, die Lebensqualität und damit die Rahmenbedingungen für Familien und das Leben mit Kindern zu verbessern, jetzt auch verstärkt, die von Ein-Eltern-Familien.

Nähere Informationen zum Bündnis für Familie Heidelberg und zum Thema  „Alleinerziehend“ sind auf der Bündniswebseite zu finden: http://www.familie-heidelberg.de, zum Landesfamilienrat informiert die Seite: http://www.landesfamilienrat.de.

(Quelle Bündnis für Familie Heidelberg, 12. Juli 2010)

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Patricia Röser

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