Bündnis für Familie Heidelberg

„Jedes Restaurant sollte eine Spielecke haben“

OB Würzner zieht eine Bilanz des Bündnisses für Familie und formuliert weitere Visionen.

Aus den bunten Luftballons sind Projekte mit greifbaren Ergebnissen geworden: 100 Tage mach der Gründung zog das Heidelberger Bündnis für Familie jetzt Zwischenbilanz. Inzwischen arbeiten rund 120 Personen und Unternehmen und Einrichtungen sowie engagierte Bürger mit. Am Internationalen Tag der Familie Mitte Mai ließen die Initiatoren des Modellprojektes, das vom Bundesfamilienminsterium gefördert wird, die bunten Ballons in der Altstadt gen Himmel fliegen, Auf ihnen waren fünf Ziele für die ersten 100 Tage geschrieben. In den Räumen der Geuder AG in Heidelberg-Rohrbach trafen sich nun etwa 80 Vertreter der beteiligten Institutionen, Stadträte und von Firmen Entsandte um den ersten Strich unter die Bemühungen zu ziehen.

Für Oberbürgermeister Eckart Würzner ein Termin, der Anlass zum Jubeln gibt: „Seit 15. März ist eine Menge passiert“ freute sich der Stadtchef. Als Kommune habe man eine Vorbildrolle und so wartet im Vorzimmer des OBs ein Bobbycar auf (gelangweilte) kleine Besucher – ein kleines Zeichen zwar, wie Würzner zugibt, aber auch ein Signal. “Jedes Restaurant in der Stadt müsste eine Spielecke haben, nicht nur die amerikanischen Fastfood-Ketten“, formuliert der OB gleich weitere Visionen von einer familienfreundlichen Stadt.

Vier Arbeitsgruppen sind seit der Gründung des Bündnisses Ende März in der Alten Aula der Universität zusammengekommen. Und jeder Kreis hat bereits mindestens ein konkretes Ergebnis vorzuweisen.

So schaffte es das Team „Kinderbetreuung“, bereits für die Herbstferien eine zusätzliche Betreuung auf die Beine zu stellen. Beim Freizeitpark „Jumpinn“ im Harbigweg wartet ein sportliches Programm auf die sechs bis zwölf Jahre alten Heidelberger. Zudem gibt es erstmals ein Herbstferienprogramm, das in Kooperation mit „päd-aktiv“ von der Stadt organisiert wird und von den 300 Grundschüler profitiere, Täglich von 8 bis 15 Uhr beschäftigen sich die Kleinen schwerpunktmäßig mit Umwelt- und Naturthemen (Infos unter Telefon 06221/14120).

Ab sofort bietet die Internet-Seite www.familie-heidelberg.de jede Menge Infos und Ansprechpartner für Familien – die Arbeitsgruppe „Vereinbarkeit von Familien und Beruf“ hat ferner sechs Frauen zu Teilzeit-Ausbildungsplätzen verholfen. So können sie sich um ihre Kinder kümmern und gleichzeitig die Grundlagen für eine berufliche Existenz legen. „Information und Vernetzung“ war ein weiterer Schwerpunkt – unter www.familienwegweiser.blogspot.com ist bereits im Internet eine Sammlung von wichtigen Informationen hinterlegt. Die AG „ Chancengleichheit“ bereiter eine Imagekahmpagen für Alleinerziehende vor und plant eine Veranstaltung.

Koordiniert wird das Heidelberger Familienbündnis von den Heidelberger Diensten. Geschäftsführer Wolfgang Schütte zeige neben den realisierten Projekten einen Aspekt auf, der in seiner Bedeutung nicht unterschätzt werden sollte: „Mit dem Bündnis für Familie haben wie auch etwas in den Köpfen der Firmenchefs verändert.“

Ergebnisse nach 100 Tagen

Seit 100 Tagen gibt es das Bündnis für Familien in Heidelberg, rund 120 Vertreter aus Unternehmen, sozialen Einrichtungen sowie engagierte Bürger beteiligen sich ehrenamtlich. Folgende Projekte wurden bisher realisiert:
•    Betreuung in den Herbstferien: Kinder der Jahrgänge 1995 bis 3001 erleben im „Jumpinn“ ein sportliches Programm ( Infos gibt beim Uniklinikum unter der Telefonnummer 06221/ 56 70 19)
•    Ein Familienwegweiser gibt auf einer Internet-Seite Hilfestellung (zu finden unter www.familienwegweiser.blogspot.com).
•    Es ist eine Veranstaltung geplant, die  über eine Imagekampagne für Alleinerziehende informiert.
•    Unter www.hddienste.de/buendnis/ befindet sich eine Informationsplattform zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Quelle: Mannheimer Morgen, Michaela Roßner vom 14.September 2007