Bündnis für Familie Heidelberg

Die ersten Ziele sind erreicht

Nach 100 Tagen hat das „Bündnis für Familie Heidelberg“ schon viel bewegt – von Teilzeitausbildung, über Familienwegweiser bis zur Ferienbetreuung

Das Bündnis für Familie Heidelberg hat bei seiner Gründung im Frühjahr hochgesteckte Ziele formuliert und bis jetzt schon viel bewegt. Grund genug, nach rund 100 Tagen erste Ergebnisse zu präsentieren und neue Projekte und Planungen vorzustellen. Dazu lud Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner am 12. September alle Bündnispartner in die Geuder AG nach Rohrbach ein.

Folgende Projekte konnten bereits realisiert werden oder sind in der konkreten Planung:

Teilzeitausbildungsplätze und Informationsplattform
Im September beginnen fünf junge Mütter eine Teilzeitausbildung im medizinischen wie auch im kaufmännischen Bereich. Diese werden im Rahmen des Azubi-Fonds zur Verfügung gestellt, mit dem die Heidelberger Dienste gGmbH zusätzliche Ausbildungsplätze für benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene schafft. Eine Informationsplattform auf der Bündnis-Website hält spezielle Infos zu familienfreundlichen Unternehmen, Arbeitszeitmodellen, Kinderbetreuung, steuerlichen und rechtlichenThemen sowie zum Wiedereinstieg in den Beruf bereit.

Imagekampagne und IAV-Stelle
Im November startet eine Imagekampagne für Einelternfamilien. Hier sollen zugleich die besonderen Leistungen und Bedürfnisse der Einelternfamilien zusammengetragen werden, um so das Anforderungs- und Aufgabenprofil für eine neue Information-, Anlauf- und Vermittlungsstelle (IAV-Stelle) für  Alleinerziehende erstellen zu können.

Familienwegweiser
Auf den Internetseiten des Bündnisses gibt es einen Familienwegweiser, in dem Angebote für Familien in Heidelberg zusammengetragen werden. Konzipiert ist dieser Wegweiser als Blog, in den verschiedene Themen sowie subjektive Meinungen und Kommentare eingebracht werden können.

Ferienbetreuung
Päd-aktiv e.V. bietet im Rahmen der neuen Ferienbetreuung an Heidelberger Grundschulen estplätze in den Herbstferien auch für die Kinder an, die das Betreuungsangebot von päd-aktiv sonst nicht in Anspruch nehmen. Der Freizeitpark Jumpinn, Harbigweg 1-3, organisiert für die Herbstferien ein abwechslungsreiches Betreuungsprogramm für Kinder von sechs bis zwölf Jahren. Das „Bündnis für Familie Heidelberg“ ist ein Zusammenschluss aus Wirtschaft, Politik, Stadtverwaltung, Universität und freien Trägervereinen. Für OB Dr. Eckart Würzner ist das Bündnis ein wichtiger Baustein seiner Familienoffensive.

Infos: www.hddienste.de/buendnis/.

Noemi Tirado-Rau,Auszubildende in Teilzeit bei der Stadt Heidelberg: „Ich habe zwei Kinder im Alter von acht und zehn Jahren. Für mich ist es ein großes Glück, dass ich jetzt die Möglichkeit habe, eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren. Meine Kinder gehen in den Hort. Noch lieber wäre mir eine Ganztagsschule, die gibt es aber leider nicht.“

Martina Pfister, Vorstandsreferentin der Geuder AG, zwei Kinder im Alter von einem und drei Jahren: „Die Geuder AG ist im Familienbündnis, weil sich das Unternehmen wirklich um die Belange seiner Mitarbeiter/innen kümmert. Wir haben zum Teil sehr individuelle und flexible Arbeitszeiten – nicht nur für Eltern von kleinen Kindern, sondern auch für Angehörige von Pflegebedürftigen konnten gute Lösungen gefunden werden.“

Wolfgang Schütte, Leiter der Heidelberger Dienste und Initiator des Bündnisses (zwei Kinder): „Ich möchte mich bei allen Bündnispartnern bedanken, die sich in unseren Arbeitsgruppen ehrenamtlich engagieren. Unser Ziel ist es, in den Unternehmen und Betrieben das Bewusstsein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu wecken. Hier sind wir auf einem sehr guten Weg.“

Quelle: Stadtblatt, Amtsanzeiger der Stadt Heidelberg, 15. Jahrgang, Ausgabe Nr. 39 ck, 19.09.2007