Bündnis für Familie Heidelberg

Das „Bündnis für Familie“ floriert. Feier auf dem Bismarckplatz.

Heidelberg. (hw) Geburtstagsfeier auf dem Bismarckplatz – warum nicht, dachte sich das „Bündnis für Familie“ und begeht sein Einjähriges am kommenden Samstag in aller Öffentlichkeit, mit einem Stand an zentraler Stelle in der Stadt. Denn das, was mit rund 140 Bündnispartnern, davon etwa 80 ständige, aus Unternehmen, lokalen Institutionen, Verwaltung, Politik und engagierten Bürgerinnen und Bürgern in den letzten zwölf Monaten auf die Beine gestellt wurde, kann sich durchaus sehen lassen.

Ein Workshop im Vorfeld dieses Jubiläums sollte einen Überblick geben über das, was inzwischen neun Arbeitsgemeinschaften, davon sind zwei noch im Aufbau, bisher erreicht oder angegangen haben. Nachdem die 100-Tage-Ziele im letzten September durchweg erreicht worden waren, ging es nun darum, in ein langfristiges Arbeiten einzusteigen. Dafür wollten die AGs Meilensteine formulieren um „portioniert“ die einzelnen Ziele angehen zu können. Noch einmal brachte der Geschäftsführer der Heidelberger Dienste, Wolfgang Schütte, unter deren Ägide das Heidelberger Familienbündnis koordniniert wird, das große Ziel zur Sprache. Man wolle bessere Rahmenbedingungen für Familien schaffen, damit junge Leute sich für die Familie mit Kindern entscheiden.

Zu den aktivsten AGs zählen die „Kinderbetreuung“ sowie „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“. Beide haben bereits öffentlichkeitswirksame Erfolge vorzuweisen. Die Versorgung von Kindern in den Schulferien ist vor allem bei Universität und Klinikum sehr gut angenommen worden. Diese Möglichkeit der Kinderbetreuung werde immer weiter bekannt und man hofft auf mehr Betriebe, die ihren Angestellten über eine finanzielle Beteiligung diese Unterstützung in der schulfreien Zeit eröffnen.

Die Arbeitsgemeinschaft für die „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ hat eine Teilzeitausbildung für fünf junge Frauen in die Wege geleitet und hofft nun auf weitere Unternehmen, die solche Ausbidungsplätze zusätzlich anbieten. Ebenfalls sehr aktiv ist die AG „Chancengleichheit“, die in nächster Zeit eine Servicestelle einrichten will. Dort soll ganz gezielt auf die Bedürfnisse der Einelternfamilien eingegangen werden, sollen benötigte Infos bereitgestellt, Kontakte vermittelt und wichtige Impulse gegeben werden.

Die AG „Bürgerschaftliches Engagement“ hat sich erst im Dezember gebildet und will eine Plattform erarbeiten, was an Initiativen weiter benötigt wird und was schon vorhanden ist. Dies soll dann allen Interessenten zugänglich gemacht werden. Für diese Vernetzungs-Aktivitäten (auch ein Fragebogen ist angedacht) werden noch Mitarbeiter gesucht. Um einen Familienwegweiser im Internet kümmert sich die AG „Info und Vernetzung“. Der soll auch in gedruckter Form erhältlich sein.

Ebenfalls ein Wegweiser, aber in Sachen Pflege, hat gleichnamige AG im Sinn. Da sich solche einschneidenden Ereignisse nie planen lassen, sollen Dienstleistungsangebote für Notsituationen aufgelistet werden, für Betroffene selbst aber auch für tangierte Arbeitgeber.

Zwei Arbeitsgemeinschaften, nämlich „Schule und Bildung“ sowie „Sport und Gesundheit“ sind noch in der Konstitutierungsphase. Außerdem kam man zu der Erkenntnis, dass eine weitere Gruppe, die sich um Bündnis übergreifende Absprachen kümmern soll, gebraucht wird. Somit läßt sich ein klares Fazit ziehen aus einem Jahr Engagement rund um die Familie – das Bündnis floriert.

(Quelle: Wochenkurier vom 09.04.2008)