Bündnis für Familie Heidelberg

Fünf Jahre – 50 Lösungen:

Das ‚Bündnis für Familie Heidelberg’ feiert sein fünfjähriges Bestehen und engagiert sich weiterhin für eine familienfreundliche Arbeitswelt

Am 28. März 2007 wurde das Lokale Bündnis für Familie in Heidelberg gegründet. Seither ziehen rund 230 Partner aus Unternehmen, Wissenschaft, Institutionen, Verwaltung und Politik im Heidelberger Bündnis an einem Strang für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zu seinem fünfjährigen Bestehen sind sich die Partner im Bündnis einig: Es lohnt sich, in Familienfreundlichkeit zu investieren. Über 50 Lösungen sind bis heute im Bündnis direkt entstanden, viele weitere bei den einzelnen Bündnispartnern.  Darauf ausruhen wollen sich die Bündnisakteure nicht – zahlreiche neue Lösungen für Familien und Unternehmen sollen in den nächsten Jahren folgen.

Neuster Bündnisakteur ist das Landgericht Heidelberg. Präsident Michael Lotz sagt dazu: „Das Landgericht ist gerne Partner des Bündnisses für Familie Heidelberg geworden, weil es dem Bündnis um die Schaffung und Bereitstellung von praktischen Lösungen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht. Diese Vereinbarkeit zu unterstützen ist mir im Hinblick auf die immens gestiegenen beruflichen Anforderungen ein ganz besonderes Anliegen; gerade Kolleginnen und Kollegen mit kleinen Kindern oder pflegebedürftigen Verwandten bedürfen dieser Unterstützung und auch der damit verbundenen Atmosphäre des „Unterstütztwerdens“.“

Im Justizzentrum Heidelberg treffen sich am 28. März 2012 Akteure des ‚Bündnis für Familie Heidelberg’, um über die Weiterentwicklung des Netzwerks zu diskutieren, neue Schwerpunkte zu definieren, aber auch das bis heute Erreichte zu würdigen. Denn die Bandbreite der entwickelten Lösungen und Aktivitäten in den heute elf aktiven Arbeitsgruppen ist breit: von Ferienangeboten über eine Fortbildungsreihe zum Thema Angehörigenpflege, einer Jobbörse für Doppelkarriere-Paare, dem Club Parentes – ein Angebot für Studierende mit Kind, Ausbildungsplätze in Teilzeit bis hin zu einer Babysitterbörse.

Wir brauchen Lösungen. Jetzt.
Unter diesem Motto steht das 2007 gegründete ‚Bündnis für Familie Heidelberg’. Ziel war und ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Heidelberg zu verbessern und Heidelberg attraktiv für Fachkräfte, deren Familien und für Unternehmen zu machen. Das Heidelberger Netzwerk dient Unternehmen und Einrichtungen als Vernetzungsplattform und Ideenschmieden für innovative Projekte. „Die Vernetzung verschiedener Akteure im Rahmen des ‚Bündnis für Familie Heidelberg‘ ist eine besondere Form von bürgerschaftlichem Engagement“, so Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, der die Schirmherrschaft für das Bündnis übernommen hat.  „Hervorragende Ergebnisse wurden bereits erzielt, die zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie beitragen, was in Zeiten demografischen Wandels und Fachkräftemangels unvermeidbar ist. Ich freue mich, dass die Bedeutung von Familienfreundlichkeit in der Arbeitswelt ankommt und zahlreiche Arbeitgeber handfeste Lösungen gemeinsam erarbeiten.“

Seit der Gründung übernehmen die Heidelberger Dienste die Geschäftsführung und die Koordination des ‚Bündnis für Familie Heidelberg‘. „Unser Bündnis sollte von Anfang an ein lebendiges Netzwerk sein“, so Wolfgang Schütte, Geschäftsführer der Heidelberger Dienste gGmbH. „Wir haben viele engagierte Mitglieder in verantwortungsvollen Positionen, die sich in Unternehmen, Institutionen oder Handwerksbetrieben für familienfreundliche Rahmenbedingungen einsetzen. Wir alle übernehmen Verantwortung für dieses Thema und damit unsere Zukunft, natürlich auch wir als Heidelberger Dienste.“

Wir haben Lösungen. Familienfreundlich.
Über 50 Projekte sind im ‚Bündnis für Familie Heidelberg’ seit Gründung entstanden. Darunter ist zum Beispiel das FerienTicket, eine einfache und individuelle Lösung betrieblich unterstützter Ferienbetreuung, die sich gerade für klein- und mittelständische Unternehmen anbietet.  Ein besonderer Vorteil des Angebots für die Beschäftigten: sie erhalten eine finanzielle Unterstützung für das Ferienangebot ihrer Wahl.

Mit der „Veranstaltungsreihe Angehörigenpflege von A-Z“ bieten die daran beteiligten Bündnisakteure gemeinsame Fortbildungen für Beschäftigte zum Thema „Pflege und Beruf“ an. Gemeinsam wollen auf den Spagat zwischen Pflege und Beruf reagieren. Denn: Zwei Drittel der Bevölkerung möchten ihre Angehörigen zu Hause pflegen – und die meisten möchten auch weiterhin berufstätig sein. Gleichzeitig ist es für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in einer älter werdenden Gesellschaft immer wichtiger, qualifizierte Angestellte an den Betrieb zu binden. In sieben Veranstaltungen zwischen März und November 2012 geben Expertinnen und Experten Beschäftigten des Amtsgericht Heidelberg, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Heidelberger Dienste gGmbH, SAP AG, Stadt Heidelberg, Universität Heidelberg und Universitätsklinikum Heidelberg Auskunft rund um die Pflege.

An den beruflichen Nachwuchs richtet sich das Qualifizierungsprojekt „Beruf und Familie. Mein Leben“. Neben den Stadtwerken Heidelberg, haben das Universitätsklinikum und die Heidelberger Druckmaschinen ihre Auszubildenden aufgerufen, sich intensiv und in Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen mit den Themen ‚Beruf‘, ‚Familie‘ und ‚Vereinbarkeit‘ zu beschäftigen. Das Ergebnis ist eindeutig: Still- und Wickelangebote, Kontakthalteprogramme und Elternzeit für Väter sind Angebote, die sich die Jugend von ihren Arbeitgebern wünscht. Mehr zu diesen und weiteren Lösungen unter www.hddienste.de/buendnis/

Lokale Bündnisse für Familie. Die Initiative.
Die Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. In mehr als 660 Lokalen Bündnissen für Familie engagieren sich rund 13.000 Akteure in über 5.200 Projekten für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit ihren Lösungen unterstützen sie Eltern dabei, Zeit nach ihren Wünschen und Bedürfnissen einzuteilen. In den Projekten setzen sich die Akteure etwa für die Flexibilisierung von Betreuungszeiten und -formen sowie für die Ausweitung der Betreuungsangebote für Klein- und Schulkinder ein. Sie beraten Unternehmen und bringenwichtige Akteure vor Ort an einen Tisch. Allein in Baden-Württemberg existieren derzeit 72 Lokale Bündnisse für Familie, der Großteil hat sich in der Arbeitsgemeinschaft Netzwerk Familie Baden-Württemberg zusammengeschlossen, um die Lebenssituation der Familien in Baden-Württemberg zu verbessern. Neben der Funktion als Regionalsprecher für Nord-Baden vertritt das ‚Bündnis für Familie Heidelberg‘ für die Arbeitsgemeinschaft seit Sommer 2010 die Interessen von Alleinerziehenden im Landesfamilienrat Baden-Württemberg.