Bündnis für Familie Heidelberg

Wer ist der schnellste Becherstapler?

Der Familiensporttag im Freibad am Tiergarten animierte zu Sport und Spaß im Team

Nicht nur dank des sommerlichen Wetters war das Tiergartenschwimmbad gestern sehr gut besucht: Der Familiensporttag hatte bis zum Nachmittag rund 3000 Gäste angezogen, so die Schätzung des Chefbademeisters Gunnar Games.

„Schon eine Stunde vor Einlass standen Familien an der Kasse“, berichtete ClaudiaResch von der Familienoffensive, „und seitdem ist permanent was los.“ Väter und Töchter spielten sich Tischtennisbälle zu, fünfköpfige Familien ließen sich gegenseitig übers Seilspringen und Geschwister feuerten sich beim Becherstapeln an.

Im ganzen Schwimmbad verteilt waren die Stationen der 16 Vereine, und so verteilte sich auch der Andrang: „Ein bisschen warten, ein bisschen zugucken und dann aber gleich loslegen. Da kommt gute Laune auf“, so Aline Moser vom Bündnis für Familie Heidelberg. „Esmacht allen Spaß“, bestätigte Levin Sandmann, der beim Sportkreis Heidelberg sein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert und zusammen mit Leiter Martino Carbotti das Fest organisierte.

Drei bis vier Monate Vorlauf hatten sie gebraucht, um die Vereine ins Boot zu holen, die Angebote zu koordinieren und alles auf die Beine zu stellen. Vom Fechtverein Heidelberg über die TSG Rohrbach bis hin zum Heidelberger TV reichte der Teilnehmerkreis, die Stationen deckten klassische Angebote wie Fuß und Handball ebenso ab wie UltimateFrisbee, Wasserpistolenschießen oder eben Becherstapeln. „Die Idee dahinterist, dass Familien etwas zusammen machen“, erläutert Carbotti. „Heutzutagegibt es viele Angebote für Kinder, bei denen die Eltern danebensitzen, und kaumetwas für die ganze Familie. Diese Lücke wollen wir füllen. Es gibt ein tolles Familiengefühl, wenn man etwas zusammen erreicht.“

An jeder Station konnten Familien für gemeinsam gemeisterte Aufgaben Aufkleber sammeln, mit zehn Aufklebern konnten sie an der abschließenden Verlosung teilnehmen. Auch zwischen den Stationen wirbelten Volleybälle und Frisbeescheiben durch die Luft, der sportliche Eifer hatte offenbar alle erfasst.

Wer zwischendurch Erholung suchte, konnte sich in der Relaxzone des Bündnisses für Familie im Liegestuhl zurücklehnen oder einfach sein Handtuch auf der Liegewiese zwischenden Stationen aufschlagen. Auf Decken und Tüchern tummelten sich dort Familienverbündejeder Größe und Zusammensetzung ebenso wie andere Gruppen, die sich einfach am Trubel erfreuten. An den Tischen der Schwimmbad-Gastronomie sammelten sich Besucherunter den Schatten spendenden Schirmen, Kinder und Jugendliche standen Schlange am Eis- und am Crêpe-Stand. Und natürlich suchten die Schwimmbadgäste vor allem Abkühlung in den Becken, über denen ein Gewirr aus Stimmen, Freudenschreien und Lachern lag.„Mit dem Wetter hatten wir dieses Jah rGlück“, freute sich Carbotti.

Der erste Familiensporttag hatte vor zwei Jahren im kühleren Mai stattgefunden, letztes Jahr war er buchstäblich ins Wasser gefallen. Zu den Veranstaltern des Familientags zählten neben dem Sportkreis das Bündnis für Familie, die Familienoffensive, das Amt für Sport- und Gesundheitsförderung und die Stadtwerke. Die Partner DAK, BGV und Adviva unterstützen das Event finanziell.

(Quelle: RNZ vom 15.7.2013 von Laura Geyer)