Bündnis für Familie Heidelberg

Auslandsstudium mit Kind?

Familienbündnis an Uni aktiv

hw. An der Universität sind unter den rund 27 000 Studierenden geschätzte 1300 Frauen und Männer mit Kind oder Kindern. Diese etwa fünf Prozent sind im Alltag, also in den Instituten, in den Seminaren und Vorlesungen, „nicht sichtbar“, meint jedenfalls Dr. Agnes Speck, die Referentin im Gleichstellungsbüro der Ruperto Carola. Damit sich das ändert, hat sich nun im „Bündnis für Familie“ eine Gruppe unter dem Titel „Studium und Familie“ gebildet.

Zusammen mit dem Gleichstellungsbüro der Uni, dem Studentenwerk und dem Akademischen Auslandsamt will man sich zunächst einmal um die Vernetzung der studierenden Eltern bemühen. Ein erstes Treffen in der Marstall-Mensa hat bereits stattgefunden. Das Dutzend Eltern, die gekommen waren, hatten aber erst einmal sehr praktische Probleme. Plätze für die Kinderbetreuung und wie komme ich an Unterstützungsgelder waren die herausragenden Themen. Gleich sehr konkret wurde eine Sportstudentin, die sich eine flexiblere Kinderbetreuung wünscht. Man bringt und holt ab je nach Bedarf und ist nicht an starre Zeiten gebunden.

Ansprechpartner und Ideenbörse

Dennoch sind dies Schwierigkeiten, die sich auf anderen Ebenen lösen lassen sollten. Der Gruppe im Bündnis geht es umweiterreichende Hilfen, um studienrelevante Unterstützung. Zeitmanagement ist ein erster Schritt aber dann kommen Fragen wie familiengerechte Praktika, Möglichkeiten zu Auslandsaufenthalten mit Kind oder administrative Fragen und Hilfen. Was tun, wenn Prüfungsfristen nicht eingehalten werden können oder wie können sie eingehalten werden?

Die neue Gruppe im „Bündnis für Familie“ will Ansprechpartner sein für die Studierenden, Ideenbörse, Helfer oder einfach nur Forum zum Gedankenaustausch. Denn Studenten mit Kind, egal ob Mann oder Frau, sind meistens Einzelkämpfer an der Hochschule – erst Recht wenn sie Alleinerziehende sind.

Info: Die Gruppe trifft sich jeden 1. Mittwoch im Monat in der Cafeteria der Marstall-Mensa um 15.30 Uhr.

(Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung vom 08.07.2008, hw)