Bündnis für Familie stärkt auch EinzelerziehendeArbeitsgruppen berichten bei Firma Geuder

HEIDELBERG. Das Bündnis hält und verfestigt sich zunehmend. Das Bündnis für Familie Heidelberg, ein Zusammenschluss aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Universität und freien Trägervereinen arbeitete seit seiner Gründung im März dieses Jahres weiterhin engagiert für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Vier Arbeitsgruppen sind im Bündnis aktiv und haben nach 100 Tagen Arbeit ein erstes Resümee gezogen. Bei der Firma Geuder, Hersteller augenchirurgischer Instrumente, wurden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen vorgestellt. Oberbürgermeister Eckart Würzner sah sich auf dem Weg bestätigt, für „die Zukunft unserer Kinder“ die Grundsteine zu legen.

Ferienbetreuung in den Herbstferien im Jumpinn für sechs bis zwölfjährige. Geboten wird ein abwechslungsreiches Programm: Jumpinn-Olympiaden, Kreativ-Workshops, Abenteuer-Wanderungen, Erlebnis-Besichtigungen, Tennis, Fußball, Artistik und Tanz. Das Ferienprogramm findet täglich von 8 bis 16 Uhr statt. Päd-aktiv e.V. bietet im Rahmen der neuen Ferienbetreuung an Heidelberger Grundschulen Restplätze in den Herbstferien auch für die Kinder an, die das Betreuungsangebot von päd-aktiv sonst nicht in Anspruch nehmen. Das Ferienprogramm findet täglich von 8 bis 15 Uhr statt.

Die Arbeitsgruppe „Information und Vernetzung“ hat einen Familienwegweiser ins Leben gerufen, um Angebote für Familien in Heidelberg zusammenzutragen und darzustellen. Der Familienwegweiser ist direkt in die Internetseite www.familie-heidelberg.de eingebunden. Konzipiert ist dieser Familienwegweiser als Blog, in den verschiedene Themen sowie subjektive Meinungen und Kommentare eingebracht werden können.

Die Arbeitsgruppe „Chancengleichheit“ plant im November die Auftaktveranstaltung für eine Imagekampagne für Einelternfamilien. Hier sollen die besonderen Leistungen und Bedürfnisse der Einelternfamilien zusammengetragen werden, um gleichzeitig auch das Anforderungs- und Aufgabenprofil für die geplante Information-, Anlauf- und Vermittlungsstelle (IAV-Stelle) erstellen zu können. Alleinerziehende sind nach einer Trennung häufig in einer prekären Situation: Dazu zählen das Verarbeiten der seelisch belastenden Situation, die Betreuung der Kinder, die häufig zähe juristische Klärung der Lebensverhältnisse, die Veränderung des Wohnumfeldes und ein zeitgleich sinkendes Einkommen. Für Notlagen gibt es staatliche Hilfe, zuerst aber müssen Unkenntnis, Schamgefühle und bürokratische Hürden überwunden werden, um diese Hilfen zu mobilisieren.

Für den Geschäftsführer der Heidelberger Dienste, Wolfgang Schütte, der als Projektleiter der Aktion die Themen präsentierte, können zeitaufwändige und zermürbende Informationssuche und unterschiedliche Antragsverfahren durch eine zentrale IAV-Stelle vermieden werden. Im September beginnen fünf junge Mütter eine Teilzeitausbildung im medizinischen wie auch im kaufmännischen Bereich. Diese werden im Rahmen des Azubi-Fonds zur Verfügung gestellt, ein Projekt der Heidelberger Dienste gGmbH, das zusätzliche Ausbildungsplätze für benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene schafft. Zudem gibt es eine Informationsplattform für die neue Website des Bündnisses (www.hddienste.de/buendnis/) mit speziellen Infos zu familienfreundlichen Unternehmen, Arbeitszeitmodellen, Kinderbetreuung, steuerlichen und rechtlichen Themen sowie zum Thema Wiedereinstieg in den Beruf. hdre.

Quelle: Rhein-Neckar-Region Line, die Internet-Zeitung für die Metropolregion Rhein-Neckar von 17. September 2007

„Jedes Restaurant sollte eine Spielecke haben“

OB Würzner zieht eine Bilanz des Bündnisses für Familie und formuliert weitere Visionen.

Aus den bunten Luftballons sind Projekte mit greifbaren Ergebnissen geworden: 100 Tage mach der Gründung zog das Heidelberger Bündnis für Familie jetzt Zwischenbilanz. Inzwischen arbeiten rund 120 Personen und Unternehmen und Einrichtungen sowie engagierte Bürger mit. Am Internationalen Tag der Familie Mitte Mai ließen die Initiatoren des Modellprojektes, das vom Bundesfamilienminsterium gefördert wird, die bunten Ballons in der Altstadt gen Himmel fliegen, Auf ihnen waren fünf Ziele für die ersten 100 Tage geschrieben. In den Räumen der Geuder AG in Heidelberg-Rohrbach trafen sich nun etwa 80 Vertreter der beteiligten Institutionen, Stadträte und von Firmen Entsandte um den ersten Strich unter die Bemühungen zu ziehen.

Für Oberbürgermeister Eckart Würzner ein Termin, der Anlass zum Jubeln gibt: „Seit 15. März ist eine Menge passiert“ freute sich der Stadtchef. Als Kommune habe man eine Vorbildrolle und so wartet im Vorzimmer des OBs ein Bobbycar auf (gelangweilte) kleine Besucher – ein kleines Zeichen zwar, wie Würzner zugibt, aber auch ein Signal. “Jedes Restaurant in der Stadt müsste eine Spielecke haben, nicht nur die amerikanischen Fastfood-Ketten“, formuliert der OB gleich weitere Visionen von einer familienfreundlichen Stadt.

Vier Arbeitsgruppen sind seit der Gründung des Bündnisses Ende März in der Alten Aula der Universität zusammengekommen. Und jeder Kreis hat bereits mindestens ein konkretes Ergebnis vorzuweisen.

So schaffte es das Team „Kinderbetreuung“, bereits für die Herbstferien eine zusätzliche Betreuung auf die Beine zu stellen. Beim Freizeitpark „Jumpinn“ im Harbigweg wartet ein sportliches Programm auf die sechs bis zwölf Jahre alten Heidelberger. Zudem gibt es erstmals ein Herbstferienprogramm, das in Kooperation mit „päd-aktiv“ von der Stadt organisiert wird und von den 300 Grundschüler profitiere, Täglich von 8 bis 15 Uhr beschäftigen sich die Kleinen schwerpunktmäßig mit Umwelt- und Naturthemen (Infos unter Telefon 06221/14120).

Ab sofort bietet die Internet-Seite www.familie-heidelberg.de jede Menge Infos und Ansprechpartner für Familien – die Arbeitsgruppe „Vereinbarkeit von Familien und Beruf“ hat ferner sechs Frauen zu Teilzeit-Ausbildungsplätzen verholfen. So können sie sich um ihre Kinder kümmern und gleichzeitig die Grundlagen für eine berufliche Existenz legen. „Information und Vernetzung“ war ein weiterer Schwerpunkt – unter www.familienwegweiser.blogspot.com ist bereits im Internet eine Sammlung von wichtigen Informationen hinterlegt. Die AG „ Chancengleichheit“ bereiter eine Imagekahmpagen für Alleinerziehende vor und plant eine Veranstaltung.

Koordiniert wird das Heidelberger Familienbündnis von den Heidelberger Diensten. Geschäftsführer Wolfgang Schütte zeige neben den realisierten Projekten einen Aspekt auf, der in seiner Bedeutung nicht unterschätzt werden sollte: „Mit dem Bündnis für Familie haben wie auch etwas in den Köpfen der Firmenchefs verändert.“

Ergebnisse nach 100 Tagen

Seit 100 Tagen gibt es das Bündnis für Familien in Heidelberg, rund 120 Vertreter aus Unternehmen, sozialen Einrichtungen sowie engagierte Bürger beteiligen sich ehrenamtlich. Folgende Projekte wurden bisher realisiert:
•    Betreuung in den Herbstferien: Kinder der Jahrgänge 1995 bis 3001 erleben im „Jumpinn“ ein sportliches Programm ( Infos gibt beim Uniklinikum unter der Telefonnummer 06221/ 56 70 19)
•    Ein Familienwegweiser gibt auf einer Internet-Seite Hilfestellung (zu finden unter www.familienwegweiser.blogspot.com).
•    Es ist eine Veranstaltung geplant, die  über eine Imagekampagne für Alleinerziehende informiert.
•    Unter www.hddienste.de/buendnis/ befindet sich eine Informationsplattform zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Quelle: Mannheimer Morgen, Michaela Roßner vom 14.September 2007

„Noch sind Kinder in Heidelberg Luxus“

Aber bei einer Podiumsdiskussion mit der Stadt zeigten sich Elternvertreter zufrieden, dass gerade viel von der Verwaltung getan wird

Der Oberbürgermeister ließ sich Zeit. Gut eine halbe Stunde mussten die Diskutanten auf Eckart Würzner warten, ehe die Podiumsdiskussion starten konnte. Der Gesamtelternbeirat aller Heidelberger Kindertagesstätten (GEB) hatte zum Dialog in die Volkshochschule geladen. „Familienfreundliches Heidelberg? – Kinderbetreuung von 0 bis 10 Jahren”, so das Thema des Abends, bei dem sich Sozialbürgermeister Joachim Gerner, die Leiterin des Kinder_ und Jugendamtes, Myriam Feldhaus, der Initiator des Bündnisses für Familie, Wolfgang Schütte, und der OB den Fragen von Moderatorin Marie Ganier Raymond und dem Publikum stellten.

Kaum auf dem Podium angekommen, legte Würzner bereits los. Die Forderung des GEB, in den gemeinderätlichen Gremien nicht nur beratend tätig, sondern auch stimmberechtigt zu sein, sei derzeit rechtlich nicht machbar, da es keinen anerkannten Träger gebe. Gleich hinterher schob er aber: „Ich persönlich würde das gerne durchsetzen, es muss nur eine angemessene Rechtsform gefunden werden.”

Der Gesamtelternbeirat forderte außerdem eine bessere Vernetzung mit der Stadt. „Wir würden sehr gerne auf der Internetseite der Stadt erscheinen”, so Regina Wehrle vom GEB, „damit die Eltern sich einfacher über die verschiedenen Kita Angebote informieren können.” Da dies laut OB Würzner derzeit nicht möglich ist, sprang Wolfgang Schütte vom lokalen Bündnis für Familie in die Bresche. „Bessere Vernetzung ist eines der 100_Tage_Ziele des Bündnisses für Familie”, erklärte er. Bereits Ende August gebe es einen Internetauftritt, bei dem dann auch der Elternbeirat mitwirken könne.

Das Hauptproblem vieler Eltern ist nach wie vor, dass sie Familie und Beruf nicht unter einen Hut bekommen – eben die vielgepriesene Vereinbarkeit nicht funktioniert. Die vielen Mütter und wenigen Väter im Publikum berichteten von den großen Problemen, die ihnen etwa die Öffnungszeiten der Kindertagesstätten bereiteten. „Selbst eine GanztagsStätte hat ja nur bis 16.30 Uhr geöffnet”, meinte eine aufgebrachte Mutter. „Das ist mit Berufstätigkeit schwer zu vereinbaren, wenn man nicht gerade neben der Kita wohnt.” Die Antwort kam im Handumdrehen. Myriam Feldhaus blieb zwar vage, versprach aber Besserung: „Es wird, was die städtischen Kitas betrifft, definitiv eine Verbesserung bei den Öffnungszeiten geben.” Dies gilt auch für die Grundschulen. Sozialbürgermeister Gerner kündigte an, dass im Laufe des kommenden Jahres alle Heidelberger Grundschulen bis 17 Uhr Betreuungsangebote für Kinder schaffen werden.

In einer lebhaften Diskussion wurden viele Themen angesprochen, letztlich aber wenige zielgerichtet diskutiert. Ob Personalmangel, Schließtage der Kitas, das hohe Gebührenniveau oder die bessere Einbindung des Gesamtelternbeirats in die Entscheidungsprozesse der Stadt – in eineinhalb Stunden konnte vieles nur angerissen werden. Wohl auch deshalb zeigte sich OB Würzner begeistert von der Idee, ein solches Treffen mit dem GEB auf jährlicher Basis zu etablieren.

Eine Frau aus dem Publikum fand nach der hitzigen Auseinandersetzung mit den Stadtvertretern schließlich versöhnliche Worte: „Zwar ist Kinder zu haben in Heidelberg noch immer ein Luxus, aber wir sind alle froh, dass derzeit so viel getan wird.”

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung am 27. Juli 2007 von Sebastian Riemer

Eine viertel Million Euro für Familienbündnis

Mit Kindern des Providenzkindergartens lassen Bürgermeister Joachim Gerner, HDD-Geschäftsführer Schütte und Ursula Lorenz (Freie Wähler) die 100-Tage-Ziele in die Luft. F.: KresinDas neue Netzwerk wurde Modellprojekt des Bundesfamilienministeriums – In 100 Tagen sollen die ersten fünf Ziele umgesetzt werdenIn 100 Tagen sollen Eltern auf einen Blick wissen, welche Betreuungs- und Informationsangebote es in Heidelberg gibt. Und in 100 Tagen soll es auch endlich eine Schülerbetreuung für die „kleinen” Ferien stehen. Und alleinerziehende Mütter sollen eine Ausbildung in Teilzeit absolvieren können. Ambitionierte Ziele hat das Heidelberger „Bündnis für Familie” – und auch schon den ersten Erfolg zu verbuchen.

Erst Ende März wurde das Heidelberger „Bündnis für Familie” aus der Taufe gehoben. Gestern ging das Netzwerk für ein familien- und kinderfreundliches Heidelberg erneut an die Öffentlichkeit: Mit Zielen, die in 100 Tagen umgesetzt sein sollen. Und der guten Nachricht, dass das Bündnis bis Ende des kommenden Jahres 266 000 Euro des Bundesfamilienministeriums für seine Arbeit bekommt. Die Ziele des Netzwerkes fanden auf Bundesebene so großen Anklang, dass es zum Modellprojekt des Bundesfamilienministeriums erklärt wurde. Damit ist nicht nur die Finanzierung der fünf 100-Tage-Ziele gesichert, es stehen auch Mittel für weitere Initiativen zur Verfügung.

Mit dem Geld und dem guten Willen der Familien-Netzwerker soll in 100 Tagen ein zentraler „Familienwegweiser” über sämtliche Angebote für Eltern und Kinder in der Stadt entstehen. Eine Internetplattform hat den Schwerpunkt Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit Übersichten zu Kinderbetreuung, Teilzeitarbeit oder familienfreundlichen Unternehmen. Zusammen mit Päd Aktiv arbeitet das Bündnis an der Ausweitung der Ferienbetreuung. Ab den kommenden Herbstferien sollen einige dieser Plätze speziell für die Kinder von berufstätigen Eltern vorgesehen werden. Ein weiteres Projekt richtet sich an junge, alleinerziehende Mütter. Diesen wird im Rahmen des AzubiFonds der Heidelberger Dienste ermöglicht, ihre Ausbildung auf Teilzeitbasis abzuschließen. Das fünfte 100-Tage-Ziel des Netzwerkes: Es sollen Leitlinien zu Chancengleichheit erarbeitet werden. Vor allem von Vätern erhofft man sich hierbei Impulse und Mitarbeit.

Es geht darum Rahmenbedingungen zu schaffen, die es den Menschen ermöglichen, ihre jeweiligen Lebensentwürfe umzusetzen”, so Wolfgang Schütte bei der Präsentation der Ziele im Providenz-Kindergarten in der Altstadt. Der Geschäftsführer der Heidelberger Dienste initiierte das Bündnis mit Vertretern aus Gesellschaft, Stadt, Wirtschaft und Kirche. Symbolisch wurden die fünf 100-Tage- Ziele gestern an Luftballons geheftet und mit Sozialbürgermeister Joachim Gerner in die Luft gelassen.

Schütte betont, dass es dem Bündnis nicht um moralisieren geht, sondern Raum für Familien zu schaffen. „Bei der Umsetzung der Ziele sind alle Teile der Gesellschaft gefragt”, findet Bürgermeister Gerner. Es gehe darum, gemeinsam Handlungsfelder zu identifizieren und aufeinander abzustimmen. Zu diesem Zweck plant das „Bündnis für Familie Heidelberg” einen Familienstammtisch einzurichten. Zusätzlich haben die Heidelberger die Möglichkeit sich unter der 06221/141013 und der 06221/141017 direkt an das Bündnis zu wenden und eigene Vorschläge einzubringen.

Quelle: RNZ, Heike Armbruster, 16.05.2007

Eine viertel Million Euro für Familienbündnis

Mit Kindern des Providenzkindergartens lassen Bürgermeister Joachim Gerner, HDD-Geschäftsführer Schütte und Ursula Lorenz (Freie Wähler) die 100-Tage-Ziele in die Luft. F.: KresinDas neue Netzwerk wurde Modellprojekt des Bundesfamilienministeriums – In 100 Tagen sollen die ersten fünf Ziele umgesetzt werdenIn 100 Tagen sollen Eltern auf einen Blick wissen, welche Betreuungs- und Informationsangebote es in Heidelberg gibt. Und in 100 Tagen soll es auch endlich eine Schülerbetreuung für die „kleinen” Ferien stehen. Und alleinerziehende Mütter sollen eine Ausbildung in Teilzeit absolvieren können. Ambitionierte Ziele hat das Heidelberger „Bündnis für Familie” – und auch schon den ersten Erfolg zu verbuchen.

Erst Ende März wurde das Heidelberger „Bündnis für Familie” aus der Taufe gehoben. Gestern ging das Netzwerk für ein familien- und kinderfreundliches Heidelberg erneut an die Öffentlichkeit: Mit Zielen, die in 100 Tagen umgesetzt sein sollen. Und der guten Nachricht, dass das Bündnis bis Ende des kommenden Jahres 266 000 Euro des Bundesfamilienministeriums für seine Arbeit bekommt. Die Ziele des Netzwerkes fanden auf Bundesebene so großen Anklang, dass es zum Modellprojekt des Bundesfamilienministeriums erklärt wurde. Damit ist nicht nur die Finanzierung der fünf 100-Tage-Ziele gesichert, es stehen auch Mittel für weitere Initiativen zur Verfügung.

Mit dem Geld und dem guten Willen der Familien-Netzwerker soll in 100 Tagen ein zentraler „Familienwegweiser” über sämtliche Angebote für Eltern und Kinder in der Stadt entstehen. Eine Internetplattform hat den Schwerpunkt Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit Übersichten zu Kinderbetreuung, Teilzeitarbeit oder familienfreundlichen Unternehmen. Zusammen mit Päd Aktiv arbeitet das Bündnis an der Ausweitung der Ferienbetreuung. Ab den kommenden Herbstferien sollen einige dieser Plätze speziell für die Kinder von berufstätigen Eltern vorgesehen werden. Ein weiteres Projekt richtet sich an junge, alleinerziehende Mütter. Diesen wird im Rahmen des AzubiFonds der Heidelberger Dienste ermöglicht, ihre Ausbildung auf Teilzeitbasis abzuschließen. Das fünfte 100-Tage-Ziel des Netzwerkes: Es sollen Leitlinien zu Chancengleichheit erarbeitet werden. Vor allem von Vätern erhofft man sich hierbei Impulse und Mitarbeit.

Es geht darum Rahmenbedingungen zu schaffen, die es den Menschen ermöglichen, ihre jeweiligen Lebensentwürfe umzusetzen”, so Wolfgang Schütte bei der Präsentation der Ziele im Providenz-Kindergarten in der Altstadt. Der Geschäftsführer der Heidelberger Dienste initiierte das Bündnis mit Vertretern aus Gesellschaft, Stadt, Wirtschaft und Kirche. Symbolisch wurden die fünf 100-Tage- Ziele gestern an Luftballons geheftet und mit Sozialbürgermeister Joachim Gerner in die Luft gelassen.

Schütte betont, dass es dem Bündnis nicht um moralisieren geht, sondern Raum für Familien zu schaffen. „Bei der Umsetzung der Ziele sind alle Teile der Gesellschaft gefragt”, findet Bürgermeister Gerner. Es gehe darum, gemeinsam Handlungsfelder zu identifizieren und aufeinander abzustimmen. Zu diesem Zweck plant das „Bündnis für Familie Heidelberg” einen Familienstammtisch einzurichten. Zusätzlich haben die Heidelberger die Möglichkeit sich unter der 06221/141013 und der 06221/141017 direkt an das Bündnis zu wenden und eigene Vorschläge einzubringen.

Quelle: RNZ, Heike Armbruster, 16.05.2007

„Wir wollen Lust auf Familie machen”

Wolfgang Schütte, Chef der Heidelberger Dienste, findet, dass in Heidelberg zu wenig für den Nachwuchs und seine Eltern getan wird

Heidelberg hat die Familienoffensive von OB Eckart Würzner, und jetzt endlich auch ein „Bündnis für Familie”. Dieses Netzwerk hat Wolfgang Schütte, Chef der „Heidelberger Dienste”, ein Tochterunternehmen der Stadt, angestoßen – aus beruflichen Gründen und wohl auch aus persönlichen. Immerhin ist der 50-Jährige schon als Student Vater geworden; seine Tochter ist mittlerweile 29, sein Sohn 25 Jahre alt.

Herr Schütte, was haben Sie und die „Heidelberger Dienste” denn mit einem Familienbündnis zu tun?

Gute Frage. Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf rückt bei uns seit einigen Jahren immer stärker in den Vordergrund. Wir kümmern uns nicht mehr nur um schlecht ausgebildete Langzeitarbeitslose. Gut ausgebildete Menschen aus der Mittelschicht und viele Alleinerziehende nehmen unsere Dienstleistungen immer häufiger in Anspruch. Deshalb hatten wir schon vor zwei Jahren das Netzwerk „Neue Chancen für Ein Eltern Familien” mit vielen Partnern gegründet. Familien müssen im Übrigen besondere Herausforderungen bewältigen, um die Arbeitslosigkeit zu überwinden. Nebenbei bemerkt stört es mich seit geraumer Zeit, dass für Familien zu wenig getan wird.

Warum hat Heidelberg drei Jahre benötigt, um es 380 anderen Kommunen gleichzutun?

In der Stadtverwaltung wurde das Thema nicht energisch betrieben, von außerhalb gab es keine starken Impulse. Mit Eckart Würzner als neuem Oberbürgermeister wurde die Familie jetzt aber auf einmal für viele interessant.

Konkret: Was soll das Heidelberger „Bündnis für Familie” bewirken?

Zunächst einmal wollen wir Lust auf Familie machen. Wir wollen in der öffentlichen Meinung erreichen, dass es nichts Unanständiges ist, wenn man Kinder hat. Daneben benötigen wir unter anderem, flexiblere Öffnungszeiten der Kindertagesstätten, insgesamt mehr Betreuungsplätze, mehr familiengerechte Wohnungen, viel Phantasie und Geld.

Was wollen sie noch erreichen?

Wir benötigen endlich ausreichende Angebote in den Schulferien. Es ist mir einfach unverständlich, warum da in Heidelberg bisher so wenig passiert ist. Das Bündnis soll übrigens auch als Netzwerk ermöglichen, dass Unternehmen, Handwerksbetriebe, Verwaltung, eben alle Partner voneinander lernen können, familienfreundlicher zu werden.Viele Arbeitgeber tun sich da noch schwer, Anspruch und Wirklichkeit unter einen Hut zu bringen. Wir brauchen familiengerechte Arbeitsbedingungen. Das bedeutet vor allem Flexibilität, denn Väter und Mütter müssen schnell reagieren können, wenn beispielsweise der Nachwuchs krank wird. Übrigens: Familienfreundlichkeit ist ein wichtiger Vorteil im Wettbewerb um die klügsten Köpfe, die besten Beschäftigten!

Es gibt ja schon fast 400 lokale Familienbündnisse. Was wurden dort denn bislang für Erfahrungen gemacht?

Wir schauen zunächst nicht auf die anderen Bündnisse, sondern konzentrieren uns auf Heidelberg. Wir haben eine Arbeitsstruktur mit starken Partnern gebildet, entwickeln derzeit 100_Tage_Ziele und wollen bis zum Ende des Jahres konkrete Ergebnisse vorweisen können!

Was haben eigentlich die Kinder von dem Familienbündnis?

Wenn es eine positive Einstellung gegenüber Kindern gibt, dann werden sie nicht mehr als Störfaktoren sondern als Bereicherung wahrgenommen. Wenn Kinder gut betreut sind, dann haben Eltern weniger Stress, das entspannt alle. Außerdem werden wir einmal im Jahr ein großes Fest für Eltern und Kinder machen – mit Action, Trara und viel Klamauk.

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung am 25. April 2007 von Götz Münstermann

„…die Zukunft unserer Stadt”

Mit dem neuen „Bündnis für Familie Heidelberg” soll ein familienfreundliches Netzwerk in der Stadt entstehen. Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner erhält Verstärkung für seine Familienoffensive: Letzte Woche trafen sich rund 120 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Stadtverwaltung, Universität und freien Trägervereinen in der Alten Aula der Universität, um das „Bündnis für Familie Heidelberg” zu gründen.

Bereits im Februar hatte sich auf Einladung der Heidelberger Dienste ein Initiativkreis getroffen, um das Bündnis vorzubereiten. Mehrere Arbeitsgruppen (AGs) entwickelten vielfältige Ideen, die am Gründungstag vorgestellt wurden. Schwerpunkte sind dabei familienfreundliches Wohnen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kleinkindbetreuung, Chancengleichheit, Bürgerschaftliches Engagement, Gesundheit und Pflege.

Zu den ersten konkret formulierten Zielen gehören die Erweiterung und Flexibilisierung der Öffnungszeiten von Kindertagesstätten sowie die Bildung eines Netzwerkes familienfreundlicher Unternehmen in Heidelberg. „Familien sind die Zukunft unserer Stadt”, brachte es Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner in seinem Vortrag auf den Punkt. „Im internationalen Wettbewerb ist Familienfreundlichkeit ein wesentlicher Standortfaktor.”

Es war eine hochkarätig besetzte Veranstaltung (so war auch der designierte Uni-Rektor Prof. Bernhard Eitel anwesend). Nach den Grußworten von Wolfgang Schütte, Geschäftsführer der Heidelberger Dienste gGmbH und Initiator des Bündnisses, und Prorektor Dr. Jörg Tröger gab Gabriele Meister, Direktorin des Amtsgerichts Heidelberg, einen launigen Einblick in das Leben einer berufstätigen Mutter dreier Kinder. Nach dem OB-Vortrag präsentierten die AGs ihre bisherigen Ergebnisse, und Würzner unterzeichnete die Gründungsdeklaration des Bündnisses. Zum Schluss wurden alle Gäste freundlichst aufgefordert, in den AGs mitzuarbeiten und so den Kreis der Bündnismitglieder stetig zu erweitern. (ck)

Quelle: Stadtblatt Online, Amtsanzeiger der Stadt Heidelberg, 15. Jahrgang, Ausgabe Nr. 14, 04.04.2007

„…die Zukunft unserer Stadt”

Mit dem neuen „Bündnis für Familie Heidelberg” soll ein familienfreundliches Netzwerk in der Stadt entstehen. Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner erhält Verstärkung für seine Familienoffensive: Letzte Woche trafen sich rund 120 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Stadtverwaltung, Universität und freien Trägervereinen in der Alten Aula der Universität, um das „Bündnis für Familie Heidelberg” zu gründen.

Bereits im Februar hatte sich auf Einladung der Heidelberger Dienste ein Initiativkreis getroffen, um das Bündnis vorzubereiten. Mehrere Arbeitsgruppen (AGs) entwickelten vielfältige Ideen, die am Gründungstag vorgestellt wurden. Schwerpunkte sind dabei familienfreundliches Wohnen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kleinkindbetreuung, Chancengleichheit, Bürgerschaftliches Engagement, Gesundheit und Pflege.

Zu den ersten konkret formulierten Zielen gehören die Erweiterung und Flexibilisierung der Öffnungszeiten von Kindertagesstätten sowie die Bildung eines Netzwerkes familienfreundlicher Unternehmen in Heidelberg. „Familien sind die Zukunft unserer Stadt”, brachte es Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner in seinem Vortrag auf den Punkt. „Im internationalen Wettbewerb ist Familienfreundlichkeit ein wesentlicher Standortfaktor.”

Es war eine hochkarätig besetzte Veranstaltung (so war auch der designierte Uni-Rektor Prof. Bernhard Eitel anwesend). Nach den Grußworten von Wolfgang Schütte, Geschäftsführer der Heidelberger Dienste gGmbH und Initiator des Bündnisses, und Prorektor Dr. Jörg Tröger gab Gabriele Meister, Direktorin des Amtsgerichts Heidelberg, einen launigen Einblick in das Leben einer berufstätigen Mutter dreier Kinder. Nach dem OB-Vortrag präsentierten die AGs ihre bisherigen Ergebnisse, und Würzner unterzeichnete die Gründungsdeklaration des Bündnisses. Zum Schluss wurden alle Gäste freundlichst aufgefordert, in den AGs mitzuarbeiten und so den Kreis der Bündnismitglieder stetig zu erweitern. (ck)

Quelle: Stadtblatt Online, Amtsanzeiger der Stadt Heidelberg, 15. Jahrgang, Ausgabe Nr. 14, 04.04.2007

“Frischer Wind für Eltern mit Kindern”

Bündnis für Familie setzt auf flexible Lösungen wie Babysitterbörsen und Stundenhorte

Von unserem Redaktionsmitglied Simone Jakob

“Wir brauchen viele junge Menschen, die sich für diese Stadt begeistern”, sagte Oberbürgermeister Eckart Würzner gestern bei der Gründung des neuen Heidelberger Familienbündnisses. In der Alten Aula trafen sich 120 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und von freien Trägern, um der Familienoffensive des OB den Rücken zu stärken. Mit dem Projekt wolle man ein “rundes Programm” entwerfen, in dem die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine wichtige Rolle spielen werde, so Würzner. “Familien sind die Zukunft unserer Stadt und im internationalen Wettbewerb ein wesentlicher Standortfaktor für die Kommunen.

“Für Eltern und Kinder weht jetzt ein frischer Wind in Heidelberg”, betont Wolfgang Schütte, Geschäftsführer der Heidelberger Dienste, die den Zusammenschluss initiiert und vorbereitet haben. Im Foyer der Alten Universität wurden gestern in Arbeitsgruppen bereits die ersten Aufgaben- und Themenschwerpunkte diskutiert. So will die Vereinigung ein positives Wohn- und Lebensumfeld für Eltern und Kinder schaffen sowie Chancengleichheit, bürgerschaftliches Engagement und Betreuungsangebote fördern. Man arbeite an einem Konzept zur Erweiterung und Flexibilisierung der Kita-Öffnungszeiten und wolle ein Netzwerk familienfreundlicher Unternehmen bilden.

“Es gibt so viele gute Ideen, angefangen von Babysitterbörsen und Tagesmüttervermittlungen bis hin zu Kinderhorten auf Stundenbasis wie sie in den USA üblich sind”, findet die Direktorin des Heidelberger Amtsgerichts, Gabriele Meister, die in ihrem Vortrag “Kinder, Küche und Karriere – aus dem Leben einer Rabenmutter” eine Ganztagesschule forderte. “Als Familienrichterin habe ich oft erlebt, dass geschiedene Mütter arbeiten gehen müssen und ihre Kinder den ganzen Nachmittag alleine vor dem Fernseher verbringen.” Sie setze auf das Projekt “familienfreundliches Heidelberg”. “Ich bin sicher, wir werden alle dadurch gewinnen.”

Quelle: Mannheimer Morgen, 29. März 2007

„Kontakte knüpfen ist heute das Wichtigste”

Stadt, Universität, Unternehmer und freie Träger gründeten in der Alten Aula gestern das Bündnis für Familie Heidelberg„Ein Kind hatte ich umgebunden, vor mir zwei Einkaufswagen. In dem einen saßen meine anderen beiden Kinder, in den zweiten kamen die Lebensmittel. Während ich die Sachen in den Wagen legte, schaufelte mein Sohn sie hinten wieder raus.” So beschrieb Gabriele Meister ihren Versuch, den Einkauf und drei Kinder miteinander zu verbinden. Ihre Zuhörer waren rund 120 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und freien Trägern in der Alten Aula der Universität. Wie es ist, wenn Erziehende nicht nur einkaufen, sondern einen Beruf behalten wollen oder müssen, stellte die Leiterin des Amtsgerichtes ebenso anschaulich vor: ein Dilemma, das nach Lösungen schreit.

Was es in 379 Städten in Deutschland als Bundesinitiative schon gibt, ist des halb nun auch in Heidelberg beschlossene Sache: Ein Bündnis aus privaten Unternehmen und Institutionen mit dem übergeordneten Ziel, die Stadt für Familien attraktiver zu machen. Schirmherr Oberbürgermeister Eckart Würzner sieht damit seine Familienoffensive unterstützt und stellte Familienfreundlichkeit erneut als wesentlichen Standortfaktor heraus: „In Heidelberg haben nur 18 Prozent der Einwohner selbst Kinder. Junge Familien sind oft gezwungen, ins Umland zu ziehen.” Schwerpunkte des Bündnisses sind darum familienfreundliches Wohnen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Kleinkindbetreuung, Chancengleichheit, Gesundheit und Pflege und bürgerschaftliches Engagement. In diesen Bereichen wurden Arbeitsgruppen gebildet, die sich bei Häppchen, Sekt und Saft im Foyer präsentierten.

„Kontakte zu knüpfen ist heute am wichtigsten”, sagte Sylvia Hetzel vom Universitätsklinikum Heidelberg mit Blick auf die Ziele ihrer Arbeitsgruppe ‚Kinderbetreuung‘: Hier sollen vor allem erweiterte Öffnungszeiten der Einrichtungen, aber auch ein größeres Angebot, insbesondere für Kleinkinder, erreicht werden. „Dazu müssen natürlich alle ihren Beitrag leisten, auch Arbeitgeber wie zum Beispiel die Kaufhof AG, die in der Arbeitsgruppe vertreten ist.” Die verschiedenen Blickwinkel sieht sie positiv: „Das kann neue Impulse geben.”

Gisela Deuer aus der Arbeitsgruppe ‚Vereinbarkeit von Beruf und Familie‘ ist nach der Gründungsveranstaltung und vielen Gesprächen mit möglichen Partnern skeptischer: „Ich sehe schon, da prallen Welten aufeinander. Allein bei der Frage der Öffnungszeiten von KiTas.” Die angepeilte Zeitspanne von 7 Uhr morgens bis in den Abend sei mit dem üblichen Konzept der kontinuierlichen Betreuung von Kindern in einer festen Gruppe nicht vereinbar und stoße auf Abwehr. „Natürlich müssten die Erzieher dann tagsüber wechseln, aber warum auch nicht?”

Einen ersten Schritt haben die Arbeitsgruppen bereits getan, indem sie klare Ziele im Sinne von Eltern und Kindern in Heidelberg formulierten. Deren Durchsetzung dürfte allerdings der eigentliche Kraftakt werden. Damit sich das „Bündnis für Familie” nicht nur gut im Firmenportfolio beteiligter Unternehmen liest, müssen offenbar noch einige Denkstrukturen geknackt werden.

Quelle: RNZ, 29.03.2007