Autor: roeser

Akteur des Monats Juli – Stadtwerke Heidelberg

Das Engagement der Stadtwerke Heidelberg als Gründungspartner im Bündnis für Familie, gestartet im Jahr 2012, hat über all die Jahre immer wieder gute Impulse für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Unternehmen gegeben.

Für die vielfältigen Aufgaben als regionaler Energieversorger brauchen die Stadtwerke flexible und engagierte Mitarbeiter – und bietet dafür eine Kultur, die auf das richtige Maß an Eigenverantwortung und Miteinander setzt sowie eine gute Vereinbarkeit zwischen Privatem und Beruf ermöglicht. Das Unternehmen reagiert flexibel auf die Anforderungen in den verschiedenen Lebensphasen seiner Mitarbeiter und ist auch für vorübergehende Teilzeit-Beschäftigungen offen. Zudem bietet es viel Unterstützung: So laden die Stadtwerke Heidelberg zwei Mal im Jahr zum Elternzeitfrühstück im Unternehmen ein, um Kollegen in Elternzeit einen guten Anschluss an das Unternehmen zu ermöglichen. Weiter ist eine Kindertagespflege in Vorbereitung; voraussichtlich Ende 2020 wird sie an den Start gehen. Für Mitarbeiter, die Familienangehörige betreuen, stehen ausgebildete Pflege-Guides als persönliche Ansprechpartner im Unternehmen zur Verfügung. Klare und verlässliche Arbeitszeitregelungen, Sabbaticals und Homeoffice ermöglichen den Mitarbeitern eine gute Work-Life-Balance. In dem bundesweiten Forschungsprojekt Aktiv kommunal engagieren sich die Stadtwerke Heidelberg zusätzlich dafür, die Chancen der Digitalisierung für eine bessere Vereinbarkeit von Privatem und Beruf speziell vor dem Hintergrund tariflicher Regelungen bei kommunalen Unternehmen auszuschöpfen und neue Lösungen zu entwickeln.

Die Stadtwerke Heidelberg sind einer der größten hundertprozentig kommunalen Energieversorger. In ihrem Netzgebiet in und um Heidelberg sind sie zuständig für Strom, Gas, Trinkwasser Fernwärme, Beleuchtung und Telekommunikation. Außerdem betreibt das Unternehmen die Schwimmbäder, die Bergbahnen und Garagen und hat Aufgaben zur Finanzierung und Koordinierung des ÖPNV in Heidelberg übernommen. Ihren Kunden bieten sie zahlreiche Services rund um Energiesparen und Klimaschutz an, und als Partner der Stadt Heidelberg haben sich die Energiewende vor Ort auf die Fahne geschrieben. Maßnahme für Maßnahme setzen sie dazu seit 2011 ihre Energiekonzeption 2020/ 2030 um.

Sommernewsletter des ‘Bündnis für Familie Heidelberg’

Mit diesem Sommernewsletter möchten wir Sie über einige Aktivitäten und Veranstaltungen des ‘Bündnis für Familie Heidelberg’ auf dem Laufenden halten: Beim NCT-Lauf gegen Krebs im Neuenheimer Feld ist das Bündnis mit dem Team ‘Familie in Bewegung – Families in Motion’ am Start; das Thema Senior Babysitter wird im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 9.7. vorgestellt und auch die Arbeitsgruppe ‘Parentrepreneurs – Selbständig mit Kind’ lädt am 12.7. zu einem informativen Netzwerktreffen ein. Für Jugendliche gibt es in den Sommerferien eine weitere Chance, am bewährten Berufsorientierungsprogramm FerienOnJob teilzunehmen, es sind noch Plätze frei.

Die Akteure im Bündnis sind Experten für das Umsetzen individueller, praxisnaher Lösungen in Unternehmen. Solche Praxisimpulse werden Praxisimpulse von Bündniskateuren , die Experten für das Umsetzen individueller, praxisnaher Lösungen in Unternehmen sind, stellen wir  in einer losen Reihe unter dem Titel ‚…zum Beispiel‘ vor. Den Anfang machen die Stadtwerke Heidelberg, die bereits seit einiger Zeit zwei Mal pro Jahr ein Elternzeitfrühstück organisieren. Zeitgleich sind sie unser ‘Akteur des Monats’ Juli.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer,

Ihr Bündnis Team

Berufe schnuppern mit FerienOnJob

Es ist wieder soweit! Die Sommerferien stehen vor der Tür und damit auch die nächste Ausgabe des bewährten Programms ‚FerienOnJob‘. Praxisnah erhalten Schülerinnen und Schüler an fünf Tagen einen Blick hinter die Kulissen von Heidelberger Unternehmen und Institutionen. Mit dabei sind das  junge, dynamische Start-up Coboc, die Polizei, das familiengeführte Modehaus Niebel, das Gesundheitsunternehmen adViva und das Café Schafheutele sowie das Hotel Marriot. Unter dem Motto „einfach machen“ können sich die teilnehmenden Jugendlichen praktisch ausprobieren und ihre Stärken und Fähigkeiten ausprobieren. Das einwöchige Ferienprogramm FerienOnJob hat sich inzwischen zu einem echten Renner für Jugendliche entwickelt. Vom erfolgreichen Ferienprogramm zur Berufsorientierung für Jugendliche profitieren Unternehmen und Familien gleichermaßen. Betrieben bietet das Programm die Möglichkeit, zukünftige Auszubildende und Mitarbeiter zu gewinnen. Jugendliche können auf der anderen Seite eine Woche lang hinter die Kulissen einzelner Ausbildungsbetriebe schnuppern und haben so die Möglichkeit, sich wichtige Impulse für die spätere Berufswahl zu holen. Termin: 29.7.-2.8.2019, weitere Informationen und Anmeldung unter: info@familie-heidelberg.de

Bündnis beim NCT-Lauf am 5.7.2019

Das ‚Bündnis für Familie Heidelberg’ und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) bringen beim NCT-Lauf am Freitag, 5. Juli 2019 um 19.00 Uhr im Neuenheimer Feld das Team ‚Families in Motion – Familie in Bewegung’ an den Start. Der Lauf hilft nicht nur Spendengelder für überlebensnotwendige Forschung zu sammeln, sondern bietet die Gelegenheit, andere bewegte Familien zu treffen und kennen zu lernen. Unser Tisch in Startnähe steht mit einer farbenfrohen Kinderaktion bereit. Für Läuferinnen und Läufer des Teams ‚Families in Motion – Familie’ in Bewegung gibt es kostenfreie T-Shirts mit dem Aufdruck ‚Helden des Alltags’ solange der Vorrat reicht. Einfach vorbeikommen und mitlaufen. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Kinder!

…zum Beispiel: Elternzeitfrühstück

Die Akteure im Bündnis sind Experten für das Umsetzen individueller, praxisnaher Lösungen in Unternehmen. Solche Praxisimpulse werden wir in einer losen Reihe in unserem Newsletter unter dem Titel ‘…zum Beispiel’ vorstellen- diese sind ausdrücklich so gedacht, dass interessierte Bündnispartner die Formate adaptieren und selbst anwenden können. Den Anfang machen die Stadtwerke Heidelberg, die bereits seit einiger Zeit zwei Mal pro Jahr ein Elternzeitfrühstück organisieren. Das Elternzeitfrühstück findet im Unternehmen statt, es werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeladen, die in Elternzeit sind oder ein Kind bis drei Jahre haben. Das Elternzeitfrühstück dient dem Austausch und dem Kontakt ins Unternehmen, Mitarbeiter der Personalabteilung sind immer mit vor Ort und stehen für Gespräche und Fragen zur Verfügung. Die Projektübersicht zum Elternzeitfrühstück mit Tipps zur Umsetzung und Kontakt finden Sie hier.

CoWomen Space in Heidelberg

CoWomen wächst! Neben der CoWomen Homebase in Berlin gibt es seit Mai 2019 nun den zweiten CoWomen Community Club.  Als Anlaufstelle für motivierte Business-Frauen bietet der neu eröffnete Community Club und Coworking Space im Heidelberger Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum, dem Dezernat 16, eine entspannte Arbeitsatmosphäre und belebenden Austausch für alle Kickass-Frauen. Neben der Arbeit im Coworking Space habt ihr die Möglichkeit, euch bei unseren Events gegenseitig zu inspirieren und zu vernetzen. Geleitet wird der zweite Standort der CoWomen von der CoWoman Johannah Illgner, die sich bereits mit ihrer Agentur für strategische Kommunikationsberatung, Plan W, vor einigen Jahren erfolgreich selbständig gemacht hat. Sie freut sich auf weitere visionäre Frauen im Netzwerk und auf die Erweiterung des CoWomen Community Clubs.

Am 17.7. um 9.00 Uhr laden die CoWomen Interessierte zu einem Mompreneurs-Frühstück und entspannten get together in die neuen Räumlichkeiten ein.

Adresse: Emil-Maier-Str. 16. Nähere Informationen und Anmeldung bei Johannah Illgne, E-Mail: illgner@plan-w.net

 

Barcamp Rhein-Neckar

Am 7. und 8. September 2019 treffen sich im Dezernat16 Menschen verschiedener Generationen, Herkunft und Professionen unter dem Motto “Menschen. Ideen. Begeben. + Wissen”, um sich auszutauschen, Neues zu entdecken und sich mit Gleichgesinnten zu verbinden. Gesellschaftliche Teilhabe, Initiative und Bildung zu fördern, das ist seit jeher der Anspruch des Barcamp Rhein-Neckar. Wie die letzten Jahre wird die Veranstaltung auch diesmal thematisch offen sein. Das bedeutet: alle Teilnehmenden können Sessions zu „ihrem“ Thema anbieten. Welcher Vortrag, Workshop und welche Gesprächsrunde stattfindet, bestimmt das Publikum. Das Barcamp ist interessant für Menschen, die ihr Netzwerk erweitern und sich zu unterschiedlichen beruflichen und gesellschaftlichen Themen austauschen wollen. Weitere Informationen bekommst Du unter barcamp-rhein-neckar.de

 

Nächstes Parentrepreneurs Netzwerktreffen – SEO Tipps und Tricks für Selbständige mit Kind

am 12.7.2019 von 10.00-12.00 Uhr mit SEO-Experte Michael Feder von Syrius Online Marketing

 

Immer wieder erzählen uns Gründerinnen, dass sie unzufrieden mit der Sichtbarkeit ihres Unternehmens im Netz sind. Wie wird meine Webseite bei Google gut platziert? Und wie erreiche ich meine Zielgruppe? Beim Sommer Netzwerktreffen der Parentrepreneurs lichten wir den SEO Dschungel. Michael Feder von SYRIUS Online Marketing gibt uns einen Überblick über die wichtigsten Fakten zum Thema SEO mit relevanten Tools und Praxisbeispielen, wie man mit begrenztem Budget die eigene Webseite optimieren kann. Im Anschluss steht das Netzwerken im Vordergrund. Tausche dich mit anderen Selbständigen aus und lasse dich inspirieren.

Um eine kurze Anmeldung beim ‘Bündnis für Familie’ unter E-Mail: tangerding@hddienste.org wird gebeten.

Ort: Dezernat 16, Emil-Maier-Str. 16, Heidelberg, Seminarraum 1.OG

 

Lebendiger Neckar

Am vergangenen Sonntag war auch das Bündnis für Familie Heidelberg bei perfektem Wetter auf der Neckarwiese vertreten. Sehr beliebt bei den Kindern waren das Karussell und die Aktion “Das große Buddeln”, bei der bunte Armbändchen im Sand gefunden werden konnten. Währenddessen hatten die Eltern die Gelegenheit, sich mit einem kühlen Getränk in den Liegestühlen am Beachvolleyballfeld zu entspannen oder mit dem Bündnis ins Gespräch zu kommen. Das Thema in diesem Jahr war Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit einem speziellen Blick auf die Bedarfe und Möglichkeiten von Vätern.

Porträt Juli Gerner und Isabelle Kempf zum Thema Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit im Unternehmertum wird immer bedeutsamer. Dabei beinhaltet Nachhaltigkeit viele Aspekte: Vom wirtschaftlichen Erfolg über den schonenden, wiederverwendbaren Einsatz von Ressourcen bis hin zu guten und fairen Arbeitsbedingungen.

Die Parentrepreneurs hatten bei ihrem Netzwerktreffen im April die Nachhaltigkeitspionierinnen Julia Gerner und Isabelle Kempf zu Gast. Julia ist der Kopf hinter dem Heidelberger Schmucklabel fremdformat, das sich durch und durch nachhaltig gestaltet. Isabelle setzt sich seit 2015 mit ihrem Modeladen „umgekrempelt“ mitten in den Mannheimer Quadraten für eine faire und nachhaltige Mode ein. Für ihr Label Pikobella kreiert Isabel originelle Unikate aus Lieblingsstücken. Die parentrepreneurs haben bei Isabelle nachgefragt:

Isabelle, wie kamst du auf die Idee nachhaltige Mode selbst herzustellen und dich auf faire Mode zu konzentrieren? 

Wie bei so Vielen hat es bei mir 2013 Klick gemacht und ich habe mich auf den Weg gemacht. In Dhaka (Bangladesh) stürzte das Gebäude Rana Plaza ein. Über 1000 Menschen starben, weitere 2000 wurden verletzt. Davor hatte ich mir nie Gedanken darüber gemacht, wo die Kleidungsstücke in meinem Kleiderschrank eigentlich herkommen. Da wurde mir schlagartig klar, dass in der Textilindustrie etwas gewaltig schief läuft und ich das nicht mehr unterstützen möchte. Nein, viel mehr wollte ich diejenigen unterstützen, die es anders und besser machen – denn auch die gibt es immer mehr. Fairness in der Produktion und Nachhaltigkeit in Bezug auf die Materialien, aber auch auf unseren Umgang mit der Kleidung, gehen dabei für mich Hand in Hand. Nur wenn man beide Aspekte berücksichtigt, kann man zukunftsfähige Lösungen für die Textilproduktion finden.

Wie bist du auf den Namen „umgekrempelt“ gekommen? 

Ich bin ganz viel Spazieren gegangen und habe überlegt, welcher Begriff in der Lage sein könnte, all das zu transportieren, was mir wichtig ist. Außerdem wollte ich einen Namen, den ich selbst so richtig cool finde, denn ich empfinde ihn als sehr identitätsstiftend für einen Laden. Dementsprechend lange hat es gedauert, bis der Geistesblitz kam. Aber ich bin nach fast 4 Jahren immer noch sehr glücklich damit. Er verbindet sehr gut meine Upcycling-Aktivitäten mit den Mode-Produzenten, die ihre Lieferketten komplett umgekrempelt haben.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Upcycling, Slow, Fair und Eco Fashion? 

Upcycling ist eine Form der Wiederverwertung von Rohstoffen, wie das Recycling auch. Die Besonderheit ist, dass aus einem vermeintlichen Abfallprodukt (kaputte Jeans, altes Banner) etwas Höherwertiges hergestellt wird (zum Beispiel Turnbeutel), ohne das Material wieder neu zu produzieren. Beim Recycling kommt am Ende etwas Gleichwertiges raus, das gängigste Beispiel ist wohl Recyclingpapier aus Altpapier. Aus der alten Zeitung einen Hut zu falten, ist Upcycling! Fair Fashion und Eco Fashion sind für mich Teilbereiche von Slow Fashion. Bei fairer Mode geht es vor allem um die Produktionsbedingungen, um Arbeitssicherheit und existenzsichernde Löhne. Bei ökologischer Mode geht es um Materialien, um Umweltschutz und Hautverträglichkeit. Wie schon gesagt, funktioniert für mich sowieso nur beides zusammen. Slow Fashion enthält beides und geht noch einen Schritt weiter. Slow Fashion ist eine Haltung. Sie beginnt damit, dass wir unseren Umgang mit Kleidung hinterfragen. Was habe ich schon in meinem Schrank? Trage ich die Sachen auch? Was brauche ich wirklich? Warum gehe ich gerade einkaufen? Weil ich Frust beseitigen möchte oder weil ich wirklich etwas brauche oder mir bewusst etwas gönnen möchte, an dem ich lange Freude haben werde? Fair und Eco Fashion zu kaufen ist eine logische Konsequenz davon. Ich finde es aber auch sehr wichtig, Konzepte wie Second Hand und Kleidertausch mit einzubeziehen und Kleidungsstücke zu reparieren. Deshalb biete ich das bei umgekrempelt auch mit an. Und ich bin erstaunt, wie viele Menschen nicht wissen, dass man Jeans super reparieren kann. Damit spart man nicht nur Geld, sondern auch jede Menge Ressourcen.

Kannst du uns ein wenig über deine Erfahrungen als selbständige Unternehmerin erzählen? 

Ich bin damals einfach losgegangen – mit einem starken inneren Antrieb zum Weltverbessern. Das Konzept kam dann nach und nach und wurde immer klarer. Ursprünglich sollte es ein Nähcafé werden. Das habe ich dann erstmal hinten angestellt und verfolge es jetzt mit meinen Workshops wieder verstärkt. Für mich ist wichtig, dass immer ein roter Faden erkennbar ist, so dass die Leute wissen, was sie bei mir im Laden erwarten können. Und auf dieser Basis lasse ich meiner Kreativität freien Lauf! So überrasche ich mich und meine Kunden auch immer wieder selbst – und ich bin gespannt, was da noch alles kommt. Das ist für mich das tolle als Unternehmerin, dass ich meine Ideen umsetzen kann. Wenn ich heute einen Turnbeutel nähe, dann kann ich ihn 5 Minuten später verkaufen, weil ich ihn nur ins Schaufenster hängen muss und er wird gesehen.

Du stellst auch eigene Produkte her, welche sind bei deinen Kunden besonders beliebt? 

Der eben genannte Turnbeutel ist eindeutig das beliebteste Produkt von meiner Eigenmarke pikobella. Man kann mir auch eigene kaputte Kleidungsstücke bringen und ich mache den Turnbeutel daraus. So hat man nicht nur ein Unikat, sondern sogar eines mit ganz persönlichen Erinnerungen. So bekommen lädierte Lieblingsstücke eine zweite Chance.

Welchen Tipp hast du an Familien, wie man den Alltag nachhaltiger gestalten kann? 

Mein Tipp ist zu schauen, welcher Abfall im Alltag besonders häufig anfällt, denn da hat eine Veränderung dann die größte Wirkung. Wir sind zum Beispiel eine Heuschnupfenfamilie und sind irgendwann in meiner Jugend auf Stofftaschentücher umgestiegen. Das hatte eine riesige Auswirkung bei uns, weil unser Verbrauch für Papiertaschentücher vorher enorm war. Abgesehen davon hatten wir viel weniger wunde Nasen mit den Stofftaschentüchern. Vor kurzem habe ich bei uns die Küchenrolle durch alte Socken, Unterhosen und T-Shirts ersetzt. Einfach in gebrauchsfertige Stücke schneiden und in ein Utensilo oder eine Stofftasche packen. Wenn sie griffbereit sind, dann sind sie echt praktisch. Je nachdem kann man sie dann einfach wegwerfen oder immer wieder waschen. Ich glaube ganz entscheidend ist, dass die Veränderungen, die man sich vornimmt, praktisch sind und Spaß machen. Denn dann bleiben wir dran und schaffen tatsächlich eine dauerhafte Veränderung. Niemand muss von heute auf morgen alles richtig machen, das würde auch gar nicht funktionieren. Lieber machen viele Leute viele kleine Schritte mit viel Freude und die dann auch wirklich langfristig.

Julia,fremdformat kreiert nachhaltigen und fairen Schmuck. Woher kommen Eure Materialien und was hat es mit Gold auf sich?

Bei der Schmuckherstellung kommen bei uns hauptsächlich industrielle Materialien zum Einsatz, welche als Reste in der metallverarbeitenden Industrie anfallen und dadurch Unikate mit einzigartigem Charakter entstehen lassen. Für vergoldete Elemente in der Kollektion wird Recycling Gold bzw. Silber verwendet. Auf Edelmetalle und -steine, welche unter fragwürdigen Bedingungen für die Schmuckindustrie gewonnen werden, wird komplett verzichtet. Um Ressourcen bewusst und umweltschonend zu nutzen, werden die Rohmaterialien von hauptsächlich lokal ansässigen ProduzentInnen bezogen. Warum machen wir das? Der Gold- und Silberabbau geht mit erheblichen Schaden für Mensch und Umwelt einher. Um zwei Beispiele zu nennen: für die Herstellung eines einzigen  Goldrings fallen 20 Tonnen Giftmüll an. Das muss man sich mal der Zunge zergehen lassen. Ein weiteres Problem des Abbaus: schätzungsweise arbeiten alleine in Afrika eine Millionen Kinder in Goldminen.

Wie und wo vertreibt ihr eure Produkte?

Wir produzieren jedes Schmuckstück in Handarbeit und stellen unseren Schmuck meistens in Kleinserie her. Produziert wird immer auf Bestellung, so haben wir keine Lagerware, die man am Ende der Saison im Sale verschleudern muss. Man kann sich bei uns aber selbstverständlich auch ein Unikat anfertigen lassen. Wir verkaufen unseren Schmuck über unseren Online-Shop fremdformat.de, über unser STUDIO (Bergheimer Str. 29, HD) und über andere faire Concept Stores deutschlandweit und in der Schweiz.

Du hast berichtet, dass ihr nicht nur in der Produktion, sondern auch im Alltag sehr auf Nachhaltigkeit achtet. 

Wir haben bei fremdformat schon immer darauf geachtet, dass Thema Nachhaltigkeit ganzheitlich anzugehen. Zum Beispiel, dass wir plastikfrei verpacken und verschicken, unsere CO2 Emissionen ausgleichen und einen regionalen Öko-Strom Anbieter nutzen. Persönlich achte ich beispielsweise darauf, Einmal-Plastik-Verpackungen zu meiden und meinen Konsum ganz allgemein immer wieder kritisch zu überdenken, viel Second Hand kaufen usw.

Welche Tipps hast du an Gründerinnen bzgl. Sustainability, die zu berücksichtigen es sich lohnt?

Meiner Meinung nach muss sich jede Gründerin mit dem Thema auseinander setzen, da wir keine andere Wahl mehr haben. Man sollte jede Entscheidung auch hinsichtlich der Nachhaltigkeit überdenken und sich fragen, was in dieser Situation die nachhaltigste Lösung ist. Gründungen, die nur auf wirtschaftlichen Erfolg gedacht sind und sich nicht mit den Folgen ihres Handelns für die Umwelt beschäftigen sind nicht mehr zeitgemäß.

Liebe Isabelle und Julia, herzlichen Dank für das spannende Interview.

Internationaler Tag der Pflege am 12. Mai

Der internationale Tag der Pflege erinnert am 12. Mai jährlich an den Geburtstag der britischen Krankenpflegerin und Pionierin der modernen Krankenpflege, Florence Nightingale. Zu diesem Anlass danken wir allen Menschen, die in der Pflege tätig sind, Angehörige betreuen und pflegen sowie ehrenamtlich in diesem Bereich engagiert sind.

Die Hauptlast der Pflege liegt nach wie vor bei den Angehörigen
Laut Statistischem Landesamt waren im Dezember 2017 in Baden-Württemberg fast 400.000 Menschen pflegebedürftig im Sinne der Pflegeversicherung. Davon werden 76 Prozent zu Hause versorgt und 24 Prozent in Pflegeheimen.

Bei einer durchschnittlichen Pflegedauer von 7 bis 14 Jahren gewinnt die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Angehörigenpflege zunehmend an Bedeutung. Bereits heute hat jeder zehnte Beschäftigte in Deutschland pflegerische Verantwortung für einen Familienangehörigen. Dies geht oftmals mit einer gesundheitlichen Belastung der pflegenden Angehörigen einher. Laut ZQP-Report 2016 fühlen sich 80 Prozent der erwerbstätigen Pflegenden erschöpft (psychisch und physisch), 33 Prozent erkranken sogar selbst.

Unterstützungsmaßnahmen für pflegende Angehörige – eine Auswahl
Die Betreuung bzw. Pflege von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen ist eine anspruchsvolle Tätigkeit mit viel Verantwortung. Um diese Herausforderung gut meistern zu können, sind vielfältige Unterstützungsmaßnahmen für pflegende Angehörige notwendig.

Das Pflegetelefon – telefonisches Beratungsangebot des Bundesfamilienministeriums
Mit dem Pflegetelefon hat das Bundesfamilienministerium ein anonymes und vertrauliches Beratungsangebot für Pflegende entwickelt. Die Expertinnen und Experten des Pflegetelefons beraten beispielsweise zu den Fragen: Wie wird Pflege organisiert? Wie finde ich eine passende Pflegeeinrichtung? Welche Kosten entstehen? Wer hilft mir, wenn mir die Pflege zu viel wird? Das Pflegetelefon ist von Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 18.00 Uhr unter der Telefonnummer 030 20179131 und per E-Mail an info@wege-zur-pflege.de zu erreichen.

Der Pflegestützpunkt – die zentrale Beratungsstelle zum Thema Pflege in Heidelberg
Der Pflegestützpunkt Heidelberg ist bei Fragen rund um Krankheit und Pflege die zentrale Anlaufstelle in Heidelberg. Er berät kompetent, unabhängig und individuell Betroffene und Angehörige über Angebote vor Ort, hilft bei der Organisation von Pflege und anderen Entlastungsangeboten. Er berät in allen Fragen der ambulanten, sowie (teil-) stationären Versorgung, vermittelt in Kurzzeitpflege und stellt den Kontakt zur Pflegekasse her. Die Beratung ist kostenlos, sie kann telefonisch, im Pflegestützpunkt oder bei Bedarf vor Ort erfolgen. Kontakt: Dantestraße 7, 69115 Heidelberg, Telefon: 06221 – 5849000, E-Mail: pflegestuetzpunkt@heidelberg.de.

Betriebliche Pflegelotsen – die Ansprechpartner für Betroffene im Unternehmen
Der betriebliche Pflegelotse ist Ansprechpartner für Beschäftigte beim Thema Pflege, bündelt wichtige Informationen zum Thema Beruf und Pflege, ist Kontaktperson für Beschäftigte in der Pflegezeit und fördert dadurch eine familienfreundliche Unternehmenskultur. Über 100 betriebliche Pflegelotsen wurden bereits durch das ,Bündnis für Familie Heidelberg´ qualifiziert und engagieren sich nun bei Arbeitgebern aus Heidelberg und der Region. Das Qualifizierungsangebot richtet sich an Personalverantwortliche, Betriebsräte oder andere interessierte Beschäftigte im Unternehmen, die als Ansprechpartner für das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zur Verfügung stehen wollen. In der Fortbildung werden alle wesentlichen Informationen vermittelt, die benötigt werden, um Beschäftigte im Bedarfsfall bei der Orientierung zu unterstützen. Die kostenfreien Fortbildungen finden regelmäßig statt. Termine und weitere Informationen finden Sie unter www.familie-heidelberg.de.

Pflegelotsen-Netzwerk Baden-Württemberg
Unter www.pflegelotsen-bw.de wurde eine Plattform für betriebliche Pflegelotsen in Baden-Württemberg sowie daran interessierte Unternehmen entwickelt. Die Onlineplattform wurde passend zum 12. Mai 2018 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und bietet neben einer Übersicht über Anbieter, die betriebliche Pflegelotsen in Baden-Württemberg ausbilden, gebündelte Informationen und wirkungsvolle Lösungsansätze. Im Rahmen der Netzwerkarbeit finden Veranstaltungen wie der Vereinbarkeitskongress, Multiplikatorenschulungen und Vernetzungstreffen statt. Bei Fragen oder Anregungen können Sie sich unter der Telefonnummer: 06221 1410-20 oder per E-Mail: tesfay@hddienste.de an Sophia Tesfay wenden.

Neus Programm FerienOnJob Pfingsten. Anmeldung läuft

In diesen Pfingstferien vom 11.-14.06.2019 können Beschäftigte ihren Kindern wieder eine berufliche Orientierung geben und sie beim Berufsorientierungsprogramm„FerienOnJob“ anmelden. An vier Tagen dürfen Jugendliche zwischen 14-17 Jahren in unterschiedliche Unternehmen reinschnuppern. Auf dem Programms stehen Besuche bei der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau zum Thema grüne Berufe, bei REWE zu Ausbildungsberufen im Einzelhandel, im Krankenhaus Salem zur Krankenpflege und bei der Commerzbank. Wir danken den Kooperationspartnern für ihre Beteiligung und Unterstützung bei der Nachwuchsförderung. Nähere Informationen hier.

Broschüre ‘Schule fertig – und jetzt’? Ein Angebot für Beschäftigte und ihre Kinder

Viele Beschäftigte machen sich Gedanken, wie es nach der Schule für ihre Kinder weitergeht. Der Dschungel an beruflichen Möglichkeiten ist groß. Die Zeit zwischen Schule und Ausbildung ist ideal, um wertvolle Erfahrungen zu sammeln und persönliche Fähigkeiten zu stärken. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten im In- und Ausland, vom FSJ über den Bundesfreiwilligendienst bis hin zum europäischen Freiwilligendienst oder internationalen Programmen. Hier kann eine erste berufliche Orientierung erworben und Klarheit für den weiteren beruflichen Weg erlangt werden.

Die Broschüre wird vom ‚Bündnis für Familie Heidelberg‘ kostenlos zur Verfügung gestellt.

2. Netzwerktreffen Parentrepreneurs: Nachhaltig erfolgreich

Das business-orientierte Netzwerk der Parentrepreneurs – Selbständig mit Kind – macht sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stark, lebt vom Austausch selbständiger Eltern und widmet sich aktuellen unternehmerischen Fragestellungen. Das nächste Netzwerktreffen  findet am 12. April 2019 von 10.00 – 12.00 Uhr im Dezernat 16, Seminarraum, zum Thema Nachhaltigkeit im Unternehmertum statt.
Zu Gast sind die Nachhaltigkeitspionierin Isabelle Kempf aus Mannheim und Julia Gerner vom Schmucklabel Fremdformat aus Heidelberg. Die Gründerin Isabelle Kempf setzt sich mit ihrem Laden „umgekrempelt“ mitten in den Mannheimer Quadraten für eine faire und nachhaltige Mode ein. Umgekrempelt bietet echte Alternativen zum üblichen Modezirkus. Nachhaltige Rohstoffe, upcycling Unikate von Labels aus der Region, handgemacht und fair produziert: Slow Fashion setzt sich für einen wertschätzenden Umgang mit Kleidung ein. Über ihre Erfahrungen, wie man mit Nachhaltigkeit erfolgreich wird, werden uns Isabelle und Julia mehr erzählen. Die Teilnahme ist kostenfrei, alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

2. Heidelberger Kongress zur Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege setzt deutliches Zeichen

Am 4. April 2019 fand der 2. Heidelberger Kongress zur Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege im Dezernat 16 statt. Über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigten sich mit den Chancen der „Lebensphasenorientierung“ als Strategie für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Das Konzept bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Vereinbarkeitsherausforderungen von Beschäftigten in einem größeren Kontext zu betrachten und dadurch passgenaue Maßnahmen zu entwickeln.

Das Programm umfasste einen Impulsvortrag, parallele Fachforen sowie eine Gesprächsrunde mit Experten aus der Praxis. Weitere Informationen sowie die Tagungsdokumentation finden Sie hier.

Neue Akteure im Bündnis

 

point marketing, Cyber Wear GmbH, das Institut für deutsche Sprache und habito e.V. haben sich dem Netzwerk angeschlossen

 

Im ersten Quartal diesen Jahres sind wieder einige neue Akteure zu unserem Netzwerk gestoßen. Wir freuen uns sehr darüber und heißen die Akteure mit ihren Themen herzlich Willkommen im Netzwerk! In unserer Rubrik ‘Akteur des Monats’ erhalten auch und gerade diese neuen Akteure die Gelegenheit, sich im Bündnis vorzustellen.

Point Marketing ist ein erfolgreiches Kommunikationsmarketing Unternehmen in Deutschland und zählt gleichzeitig zu den familienfreundlichsten Arbeitgebern der Stadt Heidelberg. Durch die Möglichkeit der komplett freien Einteilung der eigenen Arbeitszeit eignen sich unsere Stellen insbesondere für Eltern und Alleinerziehende, bei denen die Kinderbetreuung im Vordergrund steht! Point Marketing freut sich, seit Anfang 2019 Akteur im „Bündnis für Familie in Heidelberg“ sein zu dürfen. Unser Ziel ist es, vor allem Müttern und Vätern in der Region langfristig berufliche Perspektiven aufzuzeigen. Die Versorgung der eigenen Kinder hat für uns absolute Priorität und wir möchten zeigen, dass sich Beruf und Familienleben mit den richtigen ‚Werkzeugen‘ dennoch wunderbar miteinander vereinen lassen.

Das international agierende Fullservice Werbemittel- und Merchandise-Unternehmen Cybergroup aus Mannheim ist Anfang Januar 2019 dem ‚Bündnis für Familie Heidelberg‘ beigetreten, um sich noch intensiver für Familienfreundlichkeit zu engagieren. Mit dem umfangreichen Portfolio an Lösungen von Kinder- und Ferienbetreuung über Bausteine einer familienfreundlichen Personalpolitik bis hin zu Angeboten zum Wiedereinstieg bzw. rund um das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege setzen wir uns für die familienfreundliche Personalpolitik des Unternehmens ein. Die beiden Geschäftsführer Roman Weiss und Steven Baumgärtner gründeten ihr Unternehmen bereits mit blutjungen 17 Jahren im elterlichen Keller. Heute haben sie und ihre Mitstreiter selbst Familie – viele heutige Kollegen und Mitarbeiter waren von Anfang an dabei und drückten mit den beiden Geschäftsführern gemeinsam die Schulbank. Zusammen mit dem Unternehmen ist auch das Wissen gewachsen, was es bedeutet, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bringen. Gemeinsam mit der Weiterentwicklung des Unternehmens hat die kinderfreundliche und flexible Einstellung im Team diese Vereinbarkeit möglich gemacht.

Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) dokumentiert und erfasst die deutsche Sprache in Gegenwart und jüngerer Vergangenheit.  Es gehört zur Leibniz-Gemeinschaft, die 95 Institute aus verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen umfasst. Das IDS legt großen Wert auf eine aktive Gleichstellungsarbeit, zu der als zentrales Instrument eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehört. Es unterstützt seine Beschäftigten in dieser Hinsicht auf vielfältige Weise, u.a. im Bereich der Kinderbetreuung und in Bezug auf die Angehörigenpflege. Erreicht wird dies insbesondere durch Angebote zur Umsetzung flexibler Arbeitsformen, etwa durch individuelle Festlegung von Arbeitszeiten, Arbeitszeitreduzierungen, individuelle Beurlaubungsregelungen und Möglichkeiten zur Heimarbeit. Wir freuen uns, seit Februar 2019 als Akteur am „Bündnis für Familie in Heidelberg“ beteiligt zu sein, denn wir sehen das Bündnis als starken Partner, der es uns ermöglicht, unsere Ziele im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch umfassender und nachhaltiger als bisher umzusetzen.

Wie wollen wir in Zukunft leben? Wie kann ein gutes Leben in einer besseren Welt gelingen? An vielen Orten stellen sich Menschen diese Frage. Auch wir von habito e.V. beschäftigen uns genau mit diesem Thema – und finden Antworten. Seit 2007 steht unser gemeinnütziger Verein für eine besondere Art der Begleitung von Menschen. Dabei nehmen wir die Gemeinnützigkeit durchaus wörtlich: Wir verstehen sie als besonderen gesellschaftlichen Auftrag, mehr als „nur Gutes“ zu tun. Wir wollen bewusst mitgestalten und Impulse geben, wie das Leben und Miteinander in Zukunft aussehen kann. Ganz konkret sind wir vor allem in drei Bereichen aktiv: Generationenwohnen, Orte der Begegnung, Betreute Wohnprojekte.

 

2. Heidelberger Vereinbarkeitskongress am 4. April 2019. Anmeldung wieder möglich.

Beruf, Familie und Angehörigenpflege individuell und bedarfsgerecht zu leben und zu vereinbaren, ist für Beschäftigte sowohl Wunsch als auch Herausforderung. Gleichzeitig sind familienfreundliche Unternehmen als Arbeitgeber attraktiv, in Zeiten des Fachkräftemangels finden und halten sie leichter Personal.

Wie kann eine familienfreundliche, lebensphasenorientierte Personalpolitik in der Praxis gelingen? Wir laden Sie herzlich ein, mit uns darüber zu diskutieren. Das vielseitige Programm umfasst einen Impulsvortrag, parallele Fachforen sowie eine Gesprächsrunde mit Experten aus Praxis und Wissenschaft und bietet Raum für überregionalen Austausch.

Eine Anmeldung ist bis zum 28. März 2019 möglich bei: Sophia Tesfay, Tel. 06221 1410-20 oder E-Mail: tesfay@hddienste.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Weitere Informationen sowie das Programm finden Sie hier.

Nächstes Parentrepreneurs Netzwerktreffen

Am Freitag, 22. Februar 2019, 10.00 – 12.00 Uhr im Dezernat 16

Mein Unternehmen: Recht und Absicherung einfach erklärt – so geht’s Du hast Dein eigenes Unternehmen oder möchtest gerade ein neues gründen! Eine tolle Idee! Doch vor den Themen ‚Recht‘ und ‚Absicherung‘ hast Du großen Respekt und weißt nicht wo du anfangen sollst? KEINE Angst! Wir möchten Dich gerne unterstützen und Dir diese Themen einfach und mit wertvollen und wichtigen Tipps erklären. Wir wollen Dir aufzeigen, welche Punkte Du beachten musst, damit Du Deinen Traum rechtssicher und abgesichert verwirklichen kannst.

Und was passiert eigentlich, wenn meinem Unternehmen oder mir als Unternehmer/in etwas passiert? Wie entscheidend das richtige Risikomanagement ist und welche Absicherungen ich als Unternehmer/in auf jeden Fall haben sollte, erklären wir Dir an ein paar Praxisbeispielen. Hier werden wir Dir wichtige Informationen u.a. zu den Themen Haftpflicht, Ertragsausfall, Rechtschutz, Absicherung im Krankheits- oder nach einem Unfall geben!

Referentinnen: Sabine Nielsen, Anwältin (Solicitor of England and Wales) / Kathrin Wagner, Vermögensberaterin

Porträt Sabine Nielsen und Kathrin Wagner zum Thema Recht & Geld

Als Parentrepreneurs muss man sich früher oder später mit Rechtsfragen auseinandersetzen. Sabine Nielsen ist eine englisch qualifizierte Anwältin, die sich 2011 mit ihrer Kanzlei in Mannheim selbständig gemacht und auf das Gebiet englisches Recht und Vertragsrecht spezialisiert hat. Kathrin Wagner arbeitet seit 2010 als selbständige Vermögensberaterin und ist der Auffassung, dass es in der heutigen Zeit immer wichtiger wird, über das Thema Geld nachzudenken, statt nur dafür zu arbeiten.

Sabine, du bist Solicitor of England and Wales, was verbirgt sich hinter dieser Berufsbezeichnung?

Sabine Nielsen, Solicitor of England & Wales

Das ist der offizielle Anwaltstitel in England. Ich bin Deutsche, habe Soziologie und Englisch in Birmingham studiert und in Rechtswissenschaften absolviert. Übrigens gab es zu dieser Zeit in England die erste Frauenfirma, für die es wichtig war, den Frauen auch die Möglichkeit zu geben von zu Hause aus zu arbeiten. Dort habe ich allerdings nicht gearbeitet, sondern dann ein Angebot in Dubai bekommen und habe dort mit Immobilienrecht und Vertragsrecht zu tun gehabt.

Ein spannender, internationaler Werdegang. Du arbeitest inzwischen selbständig. Mit welchen Anliegen bist du konfrontiert? 

Vertragsrecht, AGB´s, Dienstleistungsverträge, Non-Disclosure Verträge oder auch Geheimhaltungs-Verträge genannt, Urheberrecht, aber auch zu Fragen wie Datenschutz, Impressum, Haftungsausschuss bekomme ich unter anderem Anfragen von meinen Mandanten.

Worüber sollten sich Selbständige, Start-ups oder Existenzgründer zunächst Gedanken machen?

Kernpunkt ist die Geschäftsidee. Was brauche ich für mein Produkt? Möchte ich dieses über das Internet anbieten oder nicht? Hat man ein physisches Produkt oder eine Dienstleistung? Wem möchte man etwas anbieten? Dem Endverbraucher oder Geschäftskunden? Das sind die Kernfragen, aus welchen sich alle weiteren Punkte wie ein roter Faden entwickeln.

Kathrin, du arbeitest als Finanzcoach. Welche Themen begegnen dir in deiner täglichen Arbeit? 

Kathrin Wagner, Deutsche Vermögensberatung

Das Thema Finanzen und das Wort „Geld” wird in den meisten Fällen negativ behaftet (zumindest in Deutschland). Es gibt bzw. gab zu oft negative Presse, den Bereich Finanzen/ Finanzberater betreffend, so dass dieses Gebiet oft nicht beachtet wird, auch aus Angst, etwas “Falsches” zu machen. Halbwissen durch soziale Medien und Vergleichsportale lassen gerade “Neuanfänger”/ start- ups zu billigen Absicherungen greifen, die in den seltensten Fällen auf das Unternehmen angepasst sind mit der Einstellung “ich mache das selbst”.

Wie hoch ist eigentlich der Frauenanteil in der Finanzbranche?

Finanzberater sind immer noch vorwiegend männlich, was Frauen oft vor einer Beratung zurück schrecken lässt oder diese wichtige Aufgabe wird an den Ehemann/Partner übertragen. 

Wo liegt dein Arbeitsschwerpunkt?

Ich persönliche arbeite mit einer individuellen Finanzanalyse, einer Einnahmen- und Ausgabentabelle, einer Zielplanung und der genauen Betrachtung des eigenen Konsumkontos. Nach solch einer Aufstellung kann eine optimale Finanzstrategie erstellt werden und meine Kunden sind dankbar und erkennen den Mehrwert eines Coachings. Leider kommen viele meiner Mandanten erst, wenn es zu spät ist (z.B. ein Schadensfall schon eingetreten ist).

Mit welchen Fragestellungen bist du konfrontiert? 

Welche Versicherungen benötige ich zu Beginn einer Selbstständigkeit? Welche Kosten kommen auf mich zu und welche Schadensfälle können eintreten? Brauche ich diese überhaupt? Was mache ich eigentlich bei einem Krankheitsfall? (kurzfristig und langfristig?), was passiert wenn ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann? Wie sichere ich meine Familie ab? (wenn Hauptverdiener) Wie viele Rücklagen sollte ich bilden? 

Gibt es wichtige Gesetzesänderungen für 2019?

Es gibt mehr Kindergeld und eine Beitragssenkung für geringverdienende Selbständige. Hier die wichtigsten Änderungen für 2019.

Sabine, letzte Frage, inwiefern betrifft dich der Brexit persönlich?

Das ist eine komplexe Sache. Die Zulassung Solicitior ist nur unter europäischen Richtlinien gestattet. D.h. ab dem 29.3.2019 – wenn es zum harten Brexit kommt – dann existieren alle europäischen Richtlinien nicht mehr zwischen Europa und England und somit dürfte ich nicht mehr als Anwältin praktizieren. Deshalb bin ich gerade dabei den deutschen Anwaltstitel zu machen und mich zusätzlich über die Rechtsanwaltskammer in Irland anzumelden, welche die Bezeichnung automatisch anerkennt. Das ist meine eigene Übergangslösung (lacht).

Vielen Dank für das Interview. Wir freuen uns auf Euren Impulsvortrag bei den parentrepreneurs am 22.2.2019 im Dezernat 16.

Einladung: 2. Heidelberger Vereinbarkeitskongress am 4. April 2019

Beruf, Familie und Angehörigenpflege individuell und bedarfsgerecht zu leben und zu vereinbaren, ist für Beschäftigte sowohl Wunsch als auch Herausforderung. Gleichzeitig sind familienfreundliche Unternehmen als Arbeitgeber attraktiv, in Zeiten des Fachkräftemangels finden und halten sie leichter Personal.

Wie kann eine familienfreundliche, lebensphasenorientierte Personalpolitik in der Praxis gelingen? Wir laden Sie herzlich ein, mit uns darüber zu diskutieren. Das vielseitige Programm umfasst einen Impulsvortrag, parallele Fachforen sowie eine Gesprächsrunde mit Experten aus Praxis und Wissenschaft und bietet Raum für überregionalen Austausch.

Weitere Informationen sowie das Programm finden Sie hier.