Zünder für Gründer Parentrepreneurs mit Sandra Pfister von Pfister

Sandra Pfisterer, Inhaberin und Geschäftsführerin von PfiStar und alleinerziehende Doppelmama, ist aus ihrer nebenberuflichen Tätigkeit vor zwei Jahren mit ihrer Praxis für Psychoonkologie in die komplette Selbständigkeit gestartet. Aus ihrer ursprünglichen Arbeit mit Krebspatienten und deren Angehörigen ist heute ein Workshopangebot mit Lizenzmodell für Jedermann entstanden. „Was wäre, wenn ich jetzt gehe?“ – Für die meisten Menschen ist das Thema Tod unangenehm, vor allem wenn es um den eigenen geht. Deshalb ist es verständlich, dass auch um organisatorische Belange in diesem Zusammenhang ein großer Bogen gemacht wird. Hier setzt PfiStar an.

Beim Zünder für Gründer stellt Sandra Pfisterer ihren Weg in die Selbständigkeit vor und erzählt, was sie vor allem in den letzten 11 Monaten gelernt und angepackt hat. PfiStar plant nicht das Sterben, sondern ein entspanntes Leben. Und das in einem lockeren Rahmen.

Zünder für Gründer am Donnerstag, 12.April 2018 um 19.00 Uhr, Foyer 1 D16

2. Netzwerkforum Selbständig mit Kind am 14. April 2018

Gerade für Selbständige mit Familie ist ein funktionierendes Netzwerk – sozial wie beruflich – unerlässlich. Daher steht beim 2. Netzwerkforum der Parentrepreneurs auch das Thema „Netzwerken“ im Mittelpunkt. Den Anfang machen Marco Tidona (Aponix) und Simone Ruckstuhl (FuckUp Nights Mannheim) mit kurzen Impulsvorträgen, bevor es in die Themenwerkstätten geht. Barbara Amann (arbeitsgut) vermittelt in ihrem Workshop, warum strategisches Netzwerken so wichtig ist und Lukas Schmelzeisen (Känguru Consulting) stellt mit Trello und Slack zwei Anwendungen vor, die die Online-Zusammenarbeit erleichtern.

Im anschließenden Netzwerk-Talk stellen sich Netzwerke aus Heidelberg und Umgebung vor. Mit dabei sind die breidenbach studios, Delta Frauen Rhein-Neckar, Digital Media Women, Heidelberg International Professional Women Forum (HIP), Heidelberg Start-Up Partners, Heidelberger Unternehmerinnen und natürlich auch die Parentrepreneurs selbst.

Auch für Kinder zwischen 4 und 10 Jahren gibt es ein abwechslungsreiches Programm: Sie können sich in der Filzerei mit Stephanie Selke kreativ austoben, bei den Forscherfreunden experimentieren oder dem Kinderbuch „Euko und die fliegenden Füchse“ bei einer Lesung lauschen.Das Forum endet mit einem gemeinsam Netzwerkgrillen, zu dem alle TeilnehmerInnen herzlich eingeladen sind.

 

Anmeldung bitte an Tabea Tangerding E-Mail: tangerding@hddienste.de

Die parentrepreneurs sind jetzt auch auf folgenden Kanälen erreichbar:

KidsOnJob bei der Abschlussveranstaltung Strategien gegen Armut in Stuttgart vorgestellt

Im Rahmen des Ideenwettbewerbw “Strategien gegen Armut” des Landes Baden-Württemberg wurde KidsOnJob gefördert und bei der Abschlussveranstaltung am 19.3.2018 in Stuttgart als innovatives Pilotprojekt von einer Jury ausgewählt und als best-practice Beispiel vorgestellt, wie Teilhabe frühzeitig ermöglicht werden kann.

Der Berufe-Kit, eine digitale Materialsammlung zum Thema Berufsorientierung für Grundschulkinder im Alter von 8-10 Jahren mit Spielideen, Versuchsanleitungen und Beispielen für praktische Übungen zu verschiedenen Berufsfeldern ( Energie, Gesundheit, Lebensmittel, Ernährung, Baustelle, Kultur und Kreativität) sowie einem Modellhaus –  entwickelt von den Stadtwerken Heidelberg zu Versuchen rund um das Thema Energie und Wasser – kann von Schulen kostenlos beim ‘Bündnis für Familie Heidelberg’ abgerufen werden.

 

“Mein Handbuch: Wiedereinstieg” erweitert

Neue Kapitel zu Familienkompetenzen und mobiles Arbeiten

Bis heute sind es überwiegend Frauen, die ihre Erwerbstätigkeit für die Familie unterbrechen. Mit dem „Handbuch: Wiedereinstieg” bietet das ‚Bündnis für Familie Heidelberg’ einen Ratgeber und Kompass für Frauen, die ihren beruflichen Wiedereinstieg nach einer Unterbrechung wieder angehen wollen.

Familienkompetenzen. Der Lernort Familie.

– so heißt das ergänzende Kapitel. Auf acht Seiten geht es um Kompetenzen, die anhand von (familiären-) Praxisbeispielen zu ergänzen sind. Die Fähigkeiten und Kenntnisse, die in der Familienphase erlernt wurden, sind dabei durchaus wichtig für einen beruflichen Wiedereinstieg, sodass auch die Unternehmen profitieren, die gut qualifizierte Fachkräfte suchen. Diese Kompetenzen können WiedereinsteigerInnen selbstbewusst kommunizieren – Hierbei möchte die Handbucherweiterung unterstützen.

Flexibel Arbeiten heute

Neue Technologien im Zuge der Digitalisierung führen dazu, dass ArbeitnehmerInnen flexibler arbeiten können, sei es in Form von Home-Office, virtueller Projektarbeit und Telearbeit. Flexible Arbeitsmodelle bieten gleichzeitig die Chance, Arbeitszeit und -ort auf den individuellen, familiären Kontext anzupassen und bieten so neue Möglichkeiten und Perspektiven, Beruf und Familie zu vereinbaren. Ein weiteres neues Kapitel greift Informationen und Tipps rund um moderne Arbeitsformen auf, ergänzt um Praxisbeispiele und Übungen. Es hilft Wiedereinstiegerinnen dabei die persönlichen Rahmenbedingungen zu erfassen und gibt Argumentationshilfen, wie Arbeitszeitwünsche gegenüber Arbeitgebern erfolgreich präsentiert werden können.

Das Handbuch wurde gemeinsam von den Bündnisakteuren Agentur für Arbeit Heidelberg, Jobcenter Heidelberg, Heidelberger Dienste gGmbH und Amt für Chancengleichheit erarbeitete. Der Leitfaden mit Tipps, Adressen und Übungen zur Seite sowie seine Erweiterungen sind beim ‚Bündnis für Familie Heidelberg’ erhältlich bzw. können online abgerufen werden.

 

FerienOnJob Pfingsten – Jetzt Plätze sichern !

Das neue Berufsorientierungsprogramm FerienOnJob steht.

Jetzt Plätze sichern für die Pfingstferien vom 22-25.5.2018 zum Thema Digitalisierung.

Wir schauen hinter die Kulissen von Heidelberger Institutionen und Unternehmen, die sich mit innovativen digitalen Lösungen in der Praxis auseinandersetzen.

Mit dabei sind u.a. die IBA, die Informationsverarbeitung Baden-Franken, Aristech, die Sparkasse Heidelberg sowie der Makerspace des DAI und Match Rider.

Informieren Sie Ihre Beschäftigten, es gibt noch freie Plätze! Hier finden Sie das vollständige Programm. 

Heidelberger Kongress zur Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege am 12. April 2018

Ein Fachtag für Unternehmensvertreter, Personal- und Betriebsräte, betriebliche Pflegelotsen & die, die es werden wollen

Berufstätigkeit und Angehörigenpflege zu vereinbaren ist ein Thema, das in Anbetracht der demografischen Entwicklung für pflegende Beschäftigte immer weiter an Bedeutung gewinnt. Bereits heute hat jeder zehnte Beschäftigte in Deutschland pflegerische Verantwortung für Eltern, Partner oder ein Kind.

Laut ZQP Report 2016 sind aktuell 2,5 Mio. Menschen in Pflegestufen, weitere 7,9 Mio. Menschen haben erhebliche Einschränkungen noch ohne Einstufung. Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass durch die demografische Entwicklung in Deutschland die Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2050 auf ca. 4,5 Mio. Pflegebedürftige ansteigen wird.

Heidelberger Fachtag

Mit dem Heidelberger Kongress zur Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege möchte das ‚Bündnis für Familie Heidelberg’ die Bedeutung des Thema für die Arbeitswelt in den Fokus stellen.

Nach der Sicht aus Kommune und Land beschäftigt sich Frau Dr. Christine Stüben, Leiterin des Referats „Familienpflegezeit, Pflegende Angehörige“ im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im ersten Impulsvortrag mit den rechtlichen Rahmenbedingungen, die pflegenden Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Pflege zur Verfügung stehen.

Das Thema Pflege betrifft jedoch nicht nur Familien, auch Unternehmen und Kommunen setzen sich immer mehr für pflegende Beschäftigte ein – diesem Themenschwerpunkt widmet sich Frau Dr. Stephanie Saleth, Leiterin der FamilienForschung Baden-Württemberg, im zweiten Impulsvortrag.

Im Rahmen des anschließenden ,Expertenaustausch´ beschäftigen sich die Teilnehmenden mit den Herausforderungen von pflegenden Beschäftigten, Lösungsansätzen für eine gelingende Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege und was auf politischer Ebene noch geschehen muss.

Pflegelotsen-Netzwerk Baden-Württemberg wird vorgestellt

Nicht nur in Heidelberg wurden bis heute über 80 betriebliche Pflegelotsen als Ansprechpartner in Unternehmen qualifiziert, auch in Baden-Württemberg und darüber hinaus gibt es vergleichbare Schulungen.

Mit dem Projekt ,Pflegelotsen-Netzwerk Baden-Württemberg‘ wird unter www.pflegelotsen-bw.de, ein internetgestütztes Netzwerk für betriebliche Pflegelotsen in Baden-Württemberg aufgebaut. Hier werden Informationen, wirkungsvolle Lösungen und aktuelle Entwicklungen gebündelt. Im Rahmen des Pflegekongresses wird die Plattform der Öffentlichkeit vorgestellt

Pflegelotsen-Qualifizierung für Unternehmen am Nachmittag

Angehende Pflegelotsen haben die Möglichkeit, sich am Nachmittag im Forum A) zum betrieblichen Pflegelotsen qualifizieren zu lassen. Der betriebliche Pflegelotse ist Ansprechpartner für Beschäftigte zum Thema Pflege, bündelt und verweist auf wichtige Informationen zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege, ist Kontaktperson für Beschäftigte in der Pflegezeit und fördert dadurch eine familienfreundliche Unternehmenskultur. In der Fortbildung werden alle wesentlichen Informationen vermittelt, die Beschäftigte im Bedarfsfall bei der Orientierung unterstützen. Dazu zählen unter anderem rechtliche und gesetzliche Rahmenbedingungen, zentrale Angebote und Anlaufstellen vor Ort, Überblick über Pflegeformen/-möglichkeiten, Gesprächsführung und Kommunikation und die Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Anmerkung: Die Plätze der Pflegelotsen-Qualifizierung stehen vorwiegend  Heidelberger Unternehmen zur Verfügung, die Beschäftigte zum betrieblichen Pflegelotsen qualifizieren möchten. Die Auswahl der limitierten Plätze berücksichtig dies.

Für bereits qualifizierte Pflegelotsen und die interessierte Öffentlichkeit bietet das Forum B) die Gelegenheit, mit Experten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über Probleme, Fragen und Bedarfe zu sprechen.

Organisatorisches zum Heidelberger Kongress zur Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege am 12. April 2018

Termin: Donnerstag, den 12. April 2018, von 9.30 bis 16.30 Uhr

Veranstaltungsort: Dezernat 16, Emil-Maier-Str. 16, 69115 Heidelberg

Anmeldung:  Bis zum 29. März 2018 möglich bei Sophia Tesfay, T 06221 141020, E-Mail: tesfay@hddienste.de.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Den Veranstaltungsflyer finden Sie hier.

Die Arbeitsgruppe ‚Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege‘

Das ‚Bündnis für Familie Heidelberg‘ engagiert sich für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, lokalen Institutionen, Verwaltung und Politik setzen sich gemeinsam für mehr Familienfreundlichkeit in Heidelberg ein.

Im ‚Bündnis für Familie Heidelberg‘ engagiert sich seit 2009 die Arbeitsgruppe ‚Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege‘, um dieses Thema in der Arbeitswelt weiter voranzutreiben. So wurden in den letzten Jahren z.B. über 80 Pflegelotsen aus Heidelberger Unternehmen qualifiziert. Zudem haben bis heute über 1.300 Beschäftigte an der Veranstaltungsreihe: ‚Angehörigenpflege von A bis Z‘ teilgenommen.

Weitere Informationen zum ‚Bündnis für Familie Heidelberg‘, den Arbeitsgruppen und den Lösungen finden Sie unter www.familie-heidelberg.de.

„Mein Handbuch: Wiedereinstieg“ erweitert

Broschüre des ‚Bündnis für Familie Heidelberg’ ergänzt Kapitel zu Familienkompetenzen

Bis heute sind es überwiegend Frauen, die ihre Erwerbstätigkeit für die Familie unterbrechen. Mit dem im Rahmen des Projektes Stark im Beruf entstandene „Handbuch: Wiedereinstieg” bietet das ‚Bündnis für Familie Heidelberg’ einen Ratgeber und Kompass für Frauen, die ihren beruflichen Wiedereinstieg nach einer Unterbrechung wieder angehen wollen.

Kompakt, klein und handlich steht der gemeinsam von den Bündnisakteuren Agentur für Arbeit Heidelberg, Jobcenter Heidelberg, Heidelberger Dienste gGmbH und Amt für Chancengleichheit erarbeitete Leitfaden nun Wiedereinsteigerinnen mit Tipps, Adressen und Übungen zur Seite. Dabei bietet dieser zusätzlich wertvolle Informationen zu Themen wie Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Zeitmanagement oder Weiterbildung und Bewerbung und kann so dabei helfen, etwaige Stolpersteine beim Wiedereinstieg zu erkennen und zu umgehen.

Familienkompetenzen. Der Lernort Familie.

So heißt das neuste Kapitel uns somit die aktuelle Erweiterung. Auf acht Seiten geht es um Kompetenzen, die anhand von (familiären-)Praxisbeispielen zu ergänzen sind. Die Fähigkeiten und Kenntnisse, die in der Familienphase erlernt wurden, sind dabei durchaus wichtig für einen beruflichen Wiedereinstieg, sodass auch die Unternehmen profitieren, die gut qualifizierte Fachkräfte suchen. Diese Kompetenzen können WiedereinsteigerInnen selbstbewusst kommunizieren – Hierbei möchte das Kapitel unterstützen.

Das Bündnis für Familie Heidelberg engagiert sich auch über das Handbuch hinaus als starkes Netzwerk für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zahlreiche Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik setzen sich für mehr Familienfreundlichkeit in Heidelberg ein.

Das Handbuch und seine Erweiterungen sind beim ‚Bündnis für Familie Heidelberg’ erhältlich bzw. können online abgerufen werden.

Datenblatt ‚Kontakthalte- und Wiedereinstiegsprogramme’ erweitert

Zusammenstellung der Arbeitsgruppe ‚Vereinbarkeit von Beruf und Familie’ um Lösungsbeispiele von Bündnispartnern erweitert.

Unternehmen sind gerade in Zeiten, in denen sich aufgrund der demografischen Entwicklung der Fachkräftemangel weiter verstärken wird, darauf angewiesen, qualifizierte und motivierte MitarbeiterInnen an ihr Unternehmen zu binden, um neben ihrer Tätigkeit ihr Wissen und ihre Kontakte zu erhalten.

Dies gilt auch für Beschäftigte, die eine Zeit lang aus dem Unternehmen ausscheiden, um beispielsweise ihre Kinder zu betreuen oder nahe Angehörige zu pflegen. Ein aufeinander abgestimmtes Kontakthalte- und Wiedereinstiegsprogramm fördert das langfristige Binden von Fachkräften und senkt Kostenrisiken für Unternehmen.

In der Arbeitsgruppe ‚Vereinbarkeit von Beruf und Familie’ wurden viele Anregungen und Beispiele von Bündnispartner in einem Datenblatt gebündelt, welches nun erweitert wurde.

Ein interessantes Beispiel ist das Elternzeitfrühstück der Stadtwerke Heidelberg:

„Relativ wenig Aufwand, für große Wirkung“, so das Fazit von Sonja Troch, Leiterin Personalentwicklung bei den Stadtwerken Heidelberg. Um Eltern in Elternzeit das Kontakthalten zum Unternehmen zu erleichtern, laden die Stadtwerke Heidelberg zwei Mal im Jahr Mütter und Väter mit ihren Kindern zum Elternzeitfrühstück ein. Dabei treffen sich Schwangere und ElternzeitlerInnen bei Kaffee und Snacks zum zwanglosen Austausch, und schauen im Anschluss meist auch in „ihren“ Abteilungen vorbei.

„So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Durch den Austausch der Eltern untereinander wird die Personalabteilung beim Informationsbedarf über Elterngeld, Formalitäten, Fragen zum Wiedereinstieg, etc. entlastet. Und die jungen Eltern bekommen durch den Besuch am alten Arbeitsplatz etwas von der Weiterentwicklung des Bereiches wie auch des Unternehmens mit. Zudem wird eine Unternehmenskultur, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht, gefördert. „Im Wettbewerb um Fachkräfte ist dies eine Notwendigkeit“, so die Überzeugung von Sonja Troch. „Indem wir Mütter und Väter mit ihren Kindern heute schon im Unternehmen sichtbar werden lassen, bereiten wir den Boden für eine Kultur, in der der Mensch als Ganzes gesehen wird und sowohl als Arbeitskraft, als auch Privatperson respektiert wird.“

Das ‚Bündnis für Familie Heidelberg’ möchte mit dieser Zusammenstellung Unternehmen Impulse und Anregungen bieten. Hat auch Ihr Unternehmen interessante Lösungen, dann freuen wir uns auf Ihre Beispiele.

Das Datenblatt ist auf der Bündnis-Website unter www.familie-heidelberg.de zu finden und ergänzt entsprechende Datenblattveröffentlichungen zu Kinderbetreuung und Angehörigenpflege unter www.familie-heidelberg.de/buendnis/publikationen.

Veranstaltungsreihe ‚Angehörigenpflege von A-Z’ setzt deutliches Zeichen

Über 1.300 Beschäftigte der beteiligten Unternehmen nutzen das Fortbildungsangebot

Seit Frühjahr 2011 bis Oktober 2017 wurden in 26 Veranstaltungen Themen wie „Demenz“, „Umgang mit außerfamiliärer/professioneller Hilfe“, „Unterstützung bei Depression und Ängsten im Alter“, „Wie schütze ich mich selbst in der Pflege?“, „Praktische Hilfen im Pflegealltag“, „Vorsorge“ und „Finanzielle und rechtliche Aspekte“ sowie das Thema „Umgang mit Abschied und Trauer“ bzw. „Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungsverfügung – was bedeutet das?“, die die meisten Veranstaltungsteilnehmer anzog, angeboten.

Mit der Veranstaltungsreihe haben die beteiligten Bündnisakteure gezeigt, wie gerade im Verbund Unternehmen gemeinsam dieses immer wichtiger werdende Thema angehen und aufgreifen können. Die Fortbildungsreihe ist ein Kooperationsprojekt der Bündnisakteure Amtsgericht und Landgericht Heidelberg, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Evangelische Stiftung Pflege Schönau, Heidelberger Dienste gGmbH, SAP AG, Stadt Heidelberg, Universität Heidelberg und Universitätsklinikum Heidelberg.

Die Akteure der Arbeitsgruppe ‚Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege’ ziehen folgendes Fazit: Das Thema Angehörigenpflege gewinnt immer stärker an Bedeutung. Die hohe Teilnehmerzahl von über 1.280 Personen an der Veranstaltungsreihe „Angehörigenpflege von A-Z“ zeigt dies deutlich.

Sichere Lotsen im Pflegefall

Der Alltag zwischen Beruf und Pflege ist oft eine Herausforderung. Das Bündnis für Familie Heidelberg unterstützt Unternehmen und Beschäftigte in dieser Lebensphase – mit dem Fortbildungsangebot zum betrieblichen Pflegelotsen.

Wer pflegt, hat viele Fragen: Welche Anlaufstellen gibt es für rechtliche Fragen oder wichtige Informationen? Gibt es bereits unterstützende Angebote für pflegende Beschäftigte seitens des Arbeitgebers? In Heidelberger Unternehmen unterstützen betriebliche Pflegelotsen Beschäftigte in dieser Situation. Das Lokale Bündnis für Familie bietet die entsprechenden Schulungen seit 2014 an. „Mit dem kostenlosen Qualifizierungsangebot möchten wir Personalverantwortliche, Betriebsräte oder andere interessierte Beschäftigte erreichen“, so Bündniskoordinatorin und -mentorin Aline Moser. Eine Gründungsakteurin und ehemalige Beauftragte für Chancengleichheit der Universität Heidelberg leitet die Schulungen. In den halbtägigen Veranstaltungen erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Überblick über verschiedene Pflegeformen und -möglichkeiten. Darüber hinaus informiert die Schulung über rechtliche und gesetzliche Rahmenbedingungen, die für Pflegende relevant sind. „Unsere Schulungen machen die künftigen Pflegelotsen fit für ihre Rolle im betrieblichen Alltag. Dazu gehören auch Tipps zur Kommunikation mit pflegenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Denn gerade, wenn es um Fragen zur Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf geht, sind im betrieblichen Arbeitsalltag viele Strukturen betroffen“, so die Bündnismentorin. Die inhaltliche Ausrichtung der einzelnen Schulungen orientiert sich dabei nah an der Unternehmensrealität und an Praxisbeispielen.

Seit dem Projektstart 2014 haben bereits zahlreiche Personalverantwortliche und interessierte Beschäftigte regionaler Unternehmen das Qualifizierungsangebot wahrgenommen – unter anderem von der SAP AG, den Stadtwerken Heidelberg oder der Universität Heidelberg. „Größere Unternehmen bilden zum Teil sogar mehr als einen Pflegelotsen aus, um ihre Beschäftigten optimal erreichen zu können“, so Aline Moser. Auch Martina Weihrauch, Mitarbeiterin des Universitätsklinikums Heidelberg, hat sich zur Pflegelotsin ausbilden lassen: „Das Thema Pflege wird immer präsenter. Das Bewusstsein wächst, dass die Pflege von Angehörigen nicht nur ein Privatthema ist, sondern etwas, wozu auch Arbeitgeber beitragen können und müssen“, erklärt die Beauftragte für Chancengleichheit. Das Projekt hat bereits Schule gemacht: Andere Lokale Bündnisse haben das Angebot ebenfalls schon als Impuls genutzt, um eigene Pflegelotsen-Ausbildungen ins Leben zu rufen.

FerienOnJob – ein Erfolgsprodukt des Bündnisses für Familie Heidelberg

Das einwöchige Berufsorientierungsprogramm ‚FerienOnJob’ wurde 2012 vom Bündnis für Familie Heidelberg in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Heidelberg und dem Stadtjugendring e.V. initiiert und bot bis heute mehr als 150 Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren eine erste berufliche Orientierung. Das ganztägige Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Heidelberger Schulen und möchte ein Betreuungsangebot schaffen, um Eltern bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen.

‚FerienOnJob’ findet inzwischen seit mittlerweile sechs Jahren jeweils in den Pfingst- und Sommerferien statt und hat sich zu einem begehrten Angebot entwickelt. In den Pfingstferien steht das Programm in der Regel unter einem thematischen Motto, wie beispielsweise Kreativwirtschaft Spezial (2014), Made in Heidelberg (2016) oder Wissenschaft und Technik (2017). In den Sommerferien gibt das Programm einen Einblick in verschiedene Branchen und Betriebe in Heidelberg. Es umfasst Unternehmensbesuche, bei denen die Schülerinnen und Schüler hinter die Kulissen einzelner Ausbildungsbetriebe schnuppern und sich zum Teil in praktischen Übungen erproben können. Auch in Gesprächen mit Mitarbeitern haben sie die Möglichkeit, wichtige Impulse für die spätere Berufswahl zu holen oder sich nach einem Praktikumsplatz zu erkundigen.

Über 50 Heidelberger Unternehmen haben sich in den letzten Jahren bei ‚FerienOnJob’ beteiligt. Denn auch sie profitieren von diesem Angebot, mit dem Ziel zukünftige Praktikanten und Auszubildende über ‚FerienOnJob’ gewinnen zu können. Gleichzeitig stellen sie hierdurch ihren Beschäftigten ein attraktives Ferienangebot zur Verfügung.

Das Programm ‚FerienOnJob’ wurde im Jahr 2012 vom Bündnis für Familie Heidelberg in Kooperation mit dem Stadtjugendring sowie dem städtischen Amt für Wirtschaftsförderung ins Leben gerufen. Junge Erwachsene erhalten die Möglichkeit, erste Berufserfahren zu sammeln. Gleichzeitig möchte das Projekt dem Fachkräftemangel in klein- und mittelständischen Unternehmen entgegenwirken. Mit dem Betreuungsangebot sollen auch die Eltern bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützt werden.

Weitere Informationen unter www.ferienonjob.de

Kontakt: Bündnis für Familie Heidelberg, Tabea Tangerding, Hospitalstraße 5, 69115 Heidelberg, E-Mail tangerding@hddienste.de

Neues Online-Angebot unterstützt beim Wiedereinstieg ins Berufsleben

 Das Bündnis für Familie Heidelberg stellt ab sofort einen „Online-Wiedereinstiegslotsen“ bereit, auf dem Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger ein breit gefächertes Spektrum an wertvollen Informationen, Tipps und Links rund um das Thema Wiedereinstieg erhalten.

Der Arbeitsmarkt in Heidelberg und der Region bietet viele verschiedene Möglichkeiten in unterschiedlichen Branchen und Unternehmen. Der „Wiedereinstiegslotse“ unterstützt Interessierte dabei auf dem Weg ins Berufsleben.

Er verweist auf wesentliche Angebote, Anlaufstellen und Veranstaltungen für Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger in Heidelberg und stellt die gezielten Angebote für Wiedereinsteigerinnen durch das Bündnis für Familie Heidelberg vor, darunter:

  • Kurzberatung Wiedereinstieg
    In Heidelberg gibt es viele verschiedene Anlaufstellen. Die Kurzberatung Wiedereinstieg ermöglicht einen Überblick über aktuelle Angebote des Lokalen Bündnisses für Familie Heidelberg sowie weitere Angebote in und um Heidelberg. Ebenso werden dabei Informationsmaterialien, Kontaktadressen und mehr bereitgestellt, die als weiterführende Hilfen dienen.
  • Handbuch: Mein Wiedereinstieg
    Kompakt, klein und jederzeit zur Hand, begleitet es Wiedereinsteigerinnen mit Tipps und Übungen. In den Kapiteln Wiedereinstieg, Zeitmanagement, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Weiterbildung wie auch Bewerbung sind vielfältige Informationen, Adressen und Angebote von Heidelberger Institutionen gebündelt. Ergänzt wird diese Zusammenstellung durch die Rubrik „Familienwissen“, die von Müttern mit Migrationshintergrund erarbeitet wurden.
  • Weiterbildungen
    Bei Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteigern kann auch der Bereich Weiterbildung relevant sein. Wer sich beruflich neu orientieren möchten oder sich für Weiterbildungen/Umschulungen in Heidelberg und der Metropolregion Rhein-Neckar interessiert, hat die Möglichkeit, unterschiedlichen Beratungsangebote und Informationsportale zu nutzen.
  • Bewerbungsmappencheck
    Jeden ersten Dienstag im Monat bzw. nach telefonischer Vereinbarung bietet das Lokale Bündnis für Familie Heidelberg in der Zeit von 9:00 bis 12:00 Uhr einen kostenlosen Bewerbungsmappen-Check an. Expertinnen und Personalverantwortliche aus Heidelberger Unternehmen nehmen sich gerne Zeit für Sie. Setzen Sie sich telefonisch mit uns in Verbindung und wir vereinbaren einen Termin.

Darüberhinaus finden Sie an dieser Stelle Hinweise auf interessante Veranstaltungsangebote für Wiedereinsteigerinnen bzw. Ausbildungsplatzsuchende sowie Kontakte zu wesentlichen Anlaufstellen für Wiedereinsteiger in Heidelberg und der Region.

Das Lokale Bündnis für Familie Heidelberg

Seit der Gründung des Lokalen Bündnisses für Familie Heidelberg, das seinem Fokus auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie setzt, im Jahr 2007 engagieren sich die Akteurinnen und Akteure in unterschiedlichen Arbeitsgruppen. Zu ihren Themen zählen beispielsweise neben einer familienfreundlichen Arbeitswelt, auch Ferienbetreuung, Dual Career, Kinderbetreuung und Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege. Das Lokale Bündnis für Familie Heidelberg ist Teil der bundesweiten Initiative „Lokale Bündnisse für Familie” des Bundesfamilienministeriums.

Weitere Auskünfte erteilt Bündniskoordinatorin Aline Moser unter Tel. 06221 141016 oder unter info@familie-heidelberg.de

Nachhilfeplattform Online

Die digitale Pinnwand ‘Nachhilfebörse’ für Eltern und Studierende des Bündnis für Familie Heidelberg ist Online!

Es gibt in Heidelberg viele gute Nachhilfemöglichkeiten und ganz verschiedene etablierte Angebote. Diese sind jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht für alle Familien passend. Gleichzeitig gibt es in Heidelberg zahlreiche Studierende oder auch fähige ältere SchülerInnen, die gerne ein Taschengeld dazuverdienen wollen. Diejenigen, die privat Nachhilfe geben möchten und jene Eltern, die ein individuelles Nachhilfeangebot suchen haben es jedoch nicht so einfach, miteinander in Kontakt zu treten.

So wurde an das ‘Bündnis für Familie Heidelberg’ von Elternseite die Idee herangetragen, ergänzend zu bestehenden Angeboten die Nachhilfeplattform als eine Art digitale Pinnwand auf der Webseite des Bündnis zu etablieren, um die lokale Kontaktaufnahme zu erleichtern. Diese ist ab sofort zu finden unter: www.familie-heidelberg.de

Eltern, die Studierende oder SchülerInnen suchen, die ihr Kind bei den Hausaufgaben oder Vorbereitung auf Klassenarbeiten unterstützen, können über diese Nachhilfeplattform des ‘Bündnis für Familie Heidelberg’ eine passende Person finden. Studierende und SchülerInnen, die gerne Nachhilfe geben wollen und entsprechende Erfahrungen oder Qualifikationen mitbringen, können auf dieser digitalen Pinnwand ihr Angebot unkompliziert an Eltern kommunizieren. Gesuche und Angebote werden von Inserenten selbst erstellt. Die Kontaktaufnahme von Inserenten und Interessenten erfolgt dann selbständig auf eigene Verantwortung.

Die Nachhilfeplattform ist kein kommerzielles Angebot und steht daher nur Privatpersonen offen. Die Nutzung ist kostenlos, es fallen keinerlei Gebühren an.

Weitere 10 betriebliche Pflegelotsen nehmen ihre Arbeit auf

Über 80 Pflegelotsen in Unternehmen – ein Angebot zur Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege

Innerhalb der letzten drei Jahre haben sich über 80 Beschäftige aus Heidelberg und Umgebung zum “Betrieblichen Pflegelotsen” fortbilden lassen und stehen ihren Kolleginnen und Kollegen von nun an im Unternehmen als AnsprechpartnerIn zum Thema Angehörigenpflege zur Verfügung.

Im November 2017 haben folgende Unternehmen Beschäftigte zum betrieblichen Pflegelotsen qualifizieren lassen: Verivox, FA Orange Deutschland Business GmbH, AGAPLESION Diakoniestation Kraichtal, Naturin Viscofan, Südzucker AG sowie Heidelberg Engineering.

Sie alle haben erkannt, dass es heute schon wichtig ist, sich als Arbeitgeber familien- und pflegefreundlich zu zeigen und die eigenen Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege zu unterstützen.

Ab sofort kann der betriebliche Pflegelotse im Bedarfsfall als erste Anlaufstelle für Betroffene im Unternehmen fungieren und eine wertvolle Lotsenfunktion übernehmen. Der Pflegelotse ist somit Ansprechpartner für Beschäftigte beim Thema Pflege, bündelt wichtige Informationen zum Thema Beruf und Pflege, ist Kontaktperson für Beschäftigte in der Pflegezeit und fördert dadurch eine familienfreundliche Unternehmenskultur.

In der Fortbildung des ‚Bündnis für Familie Heidelberg’ wurden den betrieblichen Pfleglotsen alle wesentlichen Informationen vermittelt, die Beschäftigte im Bedarfsfall bei der Orientierung unterstützen. Dazu zählten unter anderem rechtliche und gesetzliche Rahmenbedingungen, zentrale Angebote und Anlaufstellen vor Ort, Überblick über Pflegeformen/-möglichkeiten sowie familienfreundliche Angebote in Unternehmen im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Weitere Informationen zum Projekt ‘betriebliche Pflegelotsen’ sind hier zu finden.

Die nächsten Qualifizierungstermine finden am 12. April 2018 im Rahmen des ‘Heidelberger Pflegekongresses’ sowie am 26. September 2018 statt. Eine Anmeldung ist ab sofort bei Sophia Tesfay, Tel: 06221 141020, E-Mail: tesfay@hddienste.de möglich.

10. Bündnis Lounge bei der IG Metall Heidelberg „Arbeitszeit reduzieren. Mit Rückkehrgarantie“

Am 7. November 2017 trafen sich über 30 Akteure des ‚Bündnis für Familie Heidelberg‘ zur 10. Bündnis Lounge in der Geschäftsstelle der IG Metall Heidelberg und setzten sich mit dem Thema „Arbeitszeit reduzieren. Mit Rückkehrgarantie“ auseinander. Flexible Arbeitszeiten sind der Schlüssel für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Zunächst gab Mirko Geiger, 1. Bevollmächtigter (Geschäftsführer) der IG Metall Heidelberg einen Einblick in die Ergebnisse einer Beschäftigtenbefragung, welche die IG Metall in rund 7000 Betrieben der Metall- und Elektroindustrie durchgeführt hat, u.a. bei der SAP SE und der Heidelberger Druckmaschinen AG. So stellt die Gestaltung individueller, gesundheitsfördernder und lebensphasenorientierter Arbeitszeiten Unternehmen vor neue Herausforderungen: Arbeit hat sich zum einen deutlich verdichtet, zum anderen ist sie vorgegebenen Takten unterworfen angesichts von Schicht- und Wochenendarbeit. In der Studie gaben 96% der Befragten an, es sei ihnen wichtig, über einen gewissen Teil ihrer Arbeitszeit individuell verfügen zu können. Verfügungsspielräume im Alltag sowie in bestimmten Lebensphasen sind den Beschäftigten sehr wichtig, resümierte Mirko Geiger.

Rupert Felder, Leiter des Bereichs Global Human Resources bei der Heidelberger Druckmaschinen AG stellte als betriebliches Praxisbeispiel die Initiative ‚4-Tage-Woche’ vor. Angesichts von Strukturveränderungen in der Drucklandschaft sowie durch die digitale Transformation sind in der heutigen Arbeitswelt auch neue Arbeitszeitmodelle gefragt. Gleichzeitig ändert sich die Einstellung der Arbeitnehmer/innen zur Arbeitszeit, wie Herr Felder bestätigte. Standen im Jahr 2004 bei den Bewerbern noch die Themen inhaltliche Tätigkeit und Gehalt im Vordergrund, waren den Beschäftigten im Jahr 2014 das Betriebsklima und flexible Arbeitszeiten deutlich wichtiger. Bei der ‚Initiative 4-Tage-Woche’ stellt die Heidelberger Druckmaschinen AG verschiedene Modelle zur Verfügung, die in einem innerbetrieblichen Dialog mit den Beschäftigten individuell ausgestaltet werden. Zudem kann jeweils zu zwei Fristen im Jahr dieses Modell gekündigt werden, um wieder in Vollbeschäftigung  überzugehen. Um ein Unternehmen familienfreundlicher zu machen, sind folglich weniger aufwendige Investitionen in die Infrastruktur notwendig als vielmehr eine offene und dialogische Kultur im Unternehmen.

Im Anschluss fand eine lebendige Diskussion zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite statt.

Passend zur Bündnislounge wurde auch das ‚VereinbarkeitsGlossar’ fertiggestellt unter Mitarbeit der IG Metall, der Verivox GmbH und dem Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis. Es ist ein Beispiel für eine gelungene Kooperation zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

Fazit

Individualisierung der Arbeitszeit ist das Thema der Zukunft, dem sich auch das ‚Bündnis für Familie Heidelberg’ weiter widmen wird. So sind Angebote wie die ‚BündnisSprechzeit’ entsprechend auf die individuellen Bedürfnisse der Beschäftigten ausgerichtet.

Parentrepreneurs beim OPEN HOUSE DAY im Dezernat 16 am 29.10.2017 dabei

Am „OPEN HOUSE DAY“ – dem 29.10.2017 – öffnen Akteurinnen und Akteure des Dezernat 16 Türen und Tore von 12.00  bis 17.00 Uhr in Heidelberg. Seit vier Jahren ist die alte Feuerwache in der Emil-Maier-Straße der Sitz der Heidelberger Kultur- und Kreativwirtschaft.

Auch die Parentrepreneurs im ‘Bündnis für Familie Heidelberg’ sind an diesem Tag vor Ort und freuen sich auf den Austausch über Familienfreundlichkeit bei Selbständigen.
Gleichzeitig werden auch die Aktivitäten der Parentrepreneurs 2018 vorgestellt darunter quartalsweise Netzwerktreffen, ein großes 2. Netzwerkforum sowie der Start eines Blogs über www.familie-Heidelberg.de.

Fachtagung „Schutz vor Überforderung und Gewalt in der häuslichen Pflege: eine gemeinsame Aufgabe für Kommunen, Wirtschaft und Politik“

Auf Einladung der Abteilung für individuelle Chancengleichheit trafen sich am 21. September rund 90 Fachfrauen und Fachmänner aus den unterschiedlichsten Bereichen, um sich über Belastungen pflegender, erwerbstätigen Frauen und Männern zu informieren und sich an der Weiterentwicklung der Care-Arbeit zu beteiligen. In vier Workshops ging es um folgende Fragen:
  • Vereinbarkeit Beruf und Pflege erleichtern: Was können kleine und mittlere Unternehmen tun? Hier stelle das Bündnis für Familie Heidelberg das Projekt betrieblicher Pflegelotse vor
  • Weichenstellung am Übergang Krankenhaus – häusliche Pflege: Wer hilft bei der Orientierung?
  • Beschimpfen, Kratzen, Spucken: Wie geht man mit Gewalt von Pflegebedürftigen um?
  • Prävention im Quartier: Was heißt das konkret?

Deutlich wurde großer Informations- und Unterstützungsbedarf für pflegende Angehörige, vor allem am Übergang vom Krankenhaus in die poststationäre Versorgung, mehr „Komm“- Strukturen, also aufsuchende Beratung von Angehörigen und ein engeres Zusammenwirken der verschiedenen Akteur_innen im Bereich „Pflege“. Entwicklung von ausreichenden Anschlussstrukturen (z.B. Kurzzeitpflegeplätze), hauptamtlicher Professionalität, sicher finanziert, sind unabdingbar, um verlässliche und nachhaltige Unterstützungsangebote zu machen.
Das Ehrenamt ist wichtige Ergänzung und sollte niemanden überfordern. Es mangelt nicht an Best Practice Beispielen und Modellprojekten, sondern an ihrer dauerhaften Implementierung und Umsetzung.

Mit der erfolgreichen Tagung setzte die Abteilung für Chancengleichheit einen wichtigen Impuls für die kommunalpolitische und gesellschaftliche Weiterarbeit am Thema.
(Quelle: Newsletter der Abteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern, September 2017)

BündnisSprechZeit gestartet

Ein Beratungsangebot für Beschäftigte aus Heidelberger Unternehmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Heidelberg

Ab sofort bietet das ‚Bündnis für Familie Heidelberg‘ mit der ‚BündnisSprechZeit‘ ein Beratungsangebot für Beschäftigte in Heidelberger Unternehmen an. Beschäftigte mit Familie stehen immer wieder vor verschiedenen Fragestellungen. Sei es zum Thema Kinder- bzw. Ferienbetreuung, Regelungen zur Eltern- und Familienzeit, Wiedereinstieg oder zur Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege. Auf diese Fragen gibt das ‚Bündnis für Familie Heidelberg’ Antworten oder vermittelt entsprechende Kontakte.

Ab sofort haben Beschäftigte aus Heidelberger Unternehmen die Möglichkeit, ihre Fragen an das ‚Bündnis für Familie Heidelberg’ zu stellen. Donnerstags von 9.00 – 11.00 Uhr oder nach Vereinbarung findet die ‚BündnisSprechzeit’ statt. ist die Bündnis-Hotline unter 06221 1410-17 und -18 geschaltet. Neben E-Mail-Anfragen an info@familie-heidelberg.de können auch persönliche Termine im Bündnisbüro Hospitalstraße 5, 69115 Heidelberg vereinbart werden.

‚BündnisSprechzeit’ vor Ort in Unternehmen

Immer mehr Unternehmen greifen auf die Unterstützung des ‚Bündnis für Familie Heidelberg’ zurück, um familienfreundliche Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Im Gespräch mit Beschäftigten entstehen oftmals direkt wirkungsvolle Ideen und Lösungen für eine familienfreundliche Arbeitswelt.

Darüberhinaus unterstützt im Rahmen z.B. mit themenspezifischen Veranstaltungsbausteinen als unternehmensinterne ‚BündnisSprechzeit’. Ein Angebot, auf das Bündnisakteure immer wiedwer gerne zurückgreifen. So sensibilisierte z.B. Martina Weihrauch, Beauftragte für Chancengleichheit am Universitätsklinikum Heidelberg und betriebliche Pflegelotsin, und Aline Moser, Bündnis-Koordinatorin in Rahmen einer Inhouseveranstaltung bei der Klaus Tschira Stiftung für das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege.

Gerne können Sie Ihre Beschäftigten auf das neue Bündnisangebot – die ‚BündnisSprechzeit’ – hinweisen. Dazu finden Sie hier eine entsprechende Infocard

Den Traumberuf in den Ferien finden: Wer wird Finanzbeamter? Aktion „Ferien on Job“ des Bündnisses für Familie – Jugendliche testen, wo sie mal hin wollen.

Urlaub am Meer, Badespaß im Freibad oder einfach mal zu Hause entspannen: So sehen wohl die typischen Sommerferien vieler Heidelberger Schüler aus. Zwischen Eisbechern, Sonnencreme und Baggersee sind die Gedanken an die Schule und die berufliche Laufbahn nach der Schulzeit mit Sicherheit erst einmal in weite Ferne gerückt.

Dass man die freie Zeit aber auch prima dazu nutzen kann, um seinen zukünftigen Traumjob zu entdecken und näher kennenzulernen, zeigt die Aktion „Ferien on Job“ des Bündnisses für Familie Heidelberg: Im Rahmen der Aktion bekommen Jugendliche die Möglichkeit, jeweils in den Pfingst- und Sommerferien in verschiedene Heidelberger Betriebe und Unternehmen reinzuschnuppern. „Wir ermöglichen den Jugendlichen eine erste Berufsorientierung, bei der sie auch selbst praktisch tätig werden, um sich auszuprobieren und zu gucken, ob ein Beruf zu ihnen passt“, erklärt Tabea Tangerding, Projektleiterin von „Ferien on Job“ beim Bündnis für Familie. Viele Jugendliche sind, was ihre Lebensplanung angeht, noch recht unentschlossen, so auch die 15- jährige Christina Weiß: „Ich weiß noch nicht genau, wo ich mal hin will. Hier kann ich testen, in welche Richtung meine Stärken gehen und was mir Spaß macht.“

In diesen Sommerferien stand die Aktion unter dem Motto „5 Tage – 5 Stadtteile“: Nach Stationen beim Handschuhsheimer Friseur „La Testa“, dem Marriott-Hotel in Bergheim, dem Darmstädter-Hof-Centrum in der Altstadt und der Heidelberger Brauerei im Stadtteil Pfaffengrund, verschlug es die rund 15 Schüler am letzten Tag ins Finanzamt nach Wieblingen.

Dort berichteten mehrere Auszubildende über ihren Beruf und ihren vielseitigen Arbeitsalltag. „Wir setzen Steuern fest und erheben sie auch“, so fasst die Ausbildungsleiterin Andrea Büttner die Arbeit im Finanzamt zusammen. Während ihres dualen Studiums oder ihrer Ausbildung lernen die angehenden Finanzbeamten viel über Steuerrecht und Bilanzwesen und dürfen ihr neu erworbenes Wissen in der Praxisphase auch direkt anwenden. Dabei durchlaufe man ganz unterschiedliche Stellen im Finanzamt, damit man jeden Bereich kennenlernen kann, so die Azubis: Neben der Bearbeitung von Steuerfällen gehören unter anderem auch die Tätigkeiten bei der Steuerfahndung oder bei der Betriebsprüfung zum Aufgabenfeld eines Finanz- beamten. Aber warum muss man in Deutschland überhaupt Steuern zahlen?

„Damit wir in die Schule gehen können“, weiß einer der Schüler. Und tatsächlich werden durch Steuern wichtige öffentliche Einrichtungen, wie etwa das Gesundheits- und auch das Bildungssystem, finanziert. Das erklärten die Auszubildenden des Finanzamtes den Schülern. Bei einer Führung durch das Gebäude im Stadtteil Wieblingen bekamen die Jugendlichen zudem einen Ein- druck davon, wie viele Mitarbeiter in den verschiedensten Abteilungen für die Bearbeitung der Steuerangelegenheiten zuständig sind. Im Anschluss wurde das Wissen der Jugendlichen über Finanzen und Steuern auch noch in einem kleinen Quiz getestet: Wie viele Seiten hat wohl das Einkommenssteuerhandbuch? Und wie heißt denn eigentlich unser Finanzminister? Natürlich durfte auch eine abschließende Belohnung für so viel Einsatz nicht fehlen.

Auch in diesen Ferien kam „Ferien on Job“ bei den Jugendlichen wieder sehr gut an. So meint etwa die zwölfjährige Linda Gaukel: „Ich fand das mit dem Quiz heute richtig cool! Am meisten Spaß hat mir aber das Hotel gemacht, dort konnte man viel praktisch machen und ausprobieren.“ Und auch der ebenfalls zwölfjährige Tobias Kreß erzählt: „Ich fand das Finanzamt auch sehr interessant. Das Marriott-Hotel war aber auch toll, wir waren den ganzen Tag da und konnten alles anschauen.“

Fi Info: Weitere Infos gibt es auch unter www.familie-heidelberg.de im Internet.

(Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung vom 11. August 2017 von Lena Scheuermann)

„Das Unternehmen ist wie mein viertes Baby“

Die Initiative „Parentrepreneurs“ will selbstständige Eltern aus der Region zusammenbringen – Netzwerkforum am 16. September

Bunte Legosteine, Kinderbücher und Spielzeug liegen verstreut um Annette Holthausens Arbeitsplatz. Der beschränkt sich derzeit auf einen massiven Holztisch im Wohn- und Esszimmer der Familienwohnung. Vor allem in den Ferien teilt die 32-Jährige ihr „Büro“ mit ihren drei Kindern Paul (9 Jahre), Lotta (4) und Anton (2). Während sie an ihrem Laptop sitzt, wuselt das kleine Trio lebhaft um sie herum und hört dabei Kinderlieder.

Holthausen organisierte diese nun ihre erste Netzwerkveranstaltung zum The- ma „Selbstständig mit Kind“. Am Sams- tag, 16. September, drehen sich im Dezernat 16, Emil-Maier-Straße 16, Vor- träge und Themenwerkstätten unter anderem um Marketing, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, alternative Arbeits- formen oder Zeit- und Projektmanagement. „Uns war es wichtig, dass wir nicht nur Eltern ansprechen“, sagt Holthausen. Wenn die Netzwerkveranstaltung gut laufe, wolle man sie regelmäßig wiederholen. „Der Turnus ist aber völlig offen“, sagt sie.

Ihr eigenes Unternehmen, die „Forscher-Freunde“, gibt es seit rund drei Jahren. Der Forscherdrang ihres Nachwuchses brachte sie auf die Idee, Events und Feriencamps zu organisieren, in denen Kinder im Bereich der Naturwissenschaften experimentieren können. „Das ist ein Bedürfnis, das in der Schule und in der Freizeit oft nicht ausreichend gestillt wird“, erklärt sie. Diese Lücke will sie mit ihrer Idee füllen.

„Meistens stört mich das nicht, als Mutter ist man ja einen gewissen Lärmpegel gewöhnt“, sagt sie und lacht. Zumindest das tägliche Geschäft wie Telefonate, E-Mails oder Kundengespräche lasse sich so problemlos abwickeln. „Wenn ich mich aber mal richtig konzentrieren muss, dann warte ich schon, bis die Kinder im Bett sind.“

Wie in dem Leimener Reihenhäuschen sieht der Alltag freiberuflicher Eltern häufig aus. Um sich über diesen Spagat und überhaupt über ihre Unternehmen auszutauschen, rief Holthausen monatliche Treffen für freiberufliche Mütter in der Metropolregion ins Leben. Daraus ging nun eine Arbeitsgruppe des Bündnisses für Arbeit hervor: die „Parentrepreneurs“. Auf Initiative von

Die Volkswirtin wollte schon immer ihre eigenen Ideen umsetzen – und nicht die eines Chefs. Sie genießt ihre Selbstständigkeit. „Für mich ist das wie mein viertes Baby“, sagt sie. Sie würde diesen Weg immer wieder einschlagen. „Aber man muss schon für eine Idee brennen, aufzwingen lässt sich diese Arbeitsform nicht.“ Trotz ihrer Ambitionen wollte sie nie auf Kinder verzichten. „Natürlich gibt es Tage, an denen ich an meine Grenzen komme“, sagt sie. Aber diese gebe es als Unternehmer mit
oder ohne Nachwuchs.

Info: Das Veranstaltungsprogramm für das Netzwerktreffen gibt es im Inter- net unter www.parentrepreneurs.de sowie unter www.facebook.com/ BuendnisFuerFamilieHeidelberg.

(Quelle: RNZ vom 24.08.2017 von Melanie Pieske)